Hamburg: Hummel wie neu

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Bezirksamtsleiter Andy Grote hatte seine liebe Mühe mit der Enthüllung des restaurierten Hummelbrunnens Foto: Hanke

Brunnen in der Neustadt nach Sanierung eingeweiht

Hamburg. Der Hummelbrunnen ist wieder ganz neu. Das Hamburger Wahrzeichen am Rademachergang hatte grundsaniert werden müssen und wurde am Dienstag wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Die Enthüllungs-Zeremonie nahm Bezirksamtsleiter Andy Grote vor. Mit dabei war Helmuth Barth, Vorsitzender des Vereins Freunde der Denkmalpflege, der die Sanierung mit 3000 Euro finanziert hatte, außerdem Dieter Engel, der Vorsitzende des Vereins der Hamburger. Dieser Verein hieß vormals Verein geborener Hamburger und hatte den Brunnen 1938 gestiftet.
Gestaltet wurde die Skulptur von dem in Meißen geborenen Bildhauer Richard Kuöhl. Dieser hatte gerade zwei Jahre zuvor den heute umstrittenen „Kriegsklotz“, das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges am Dammtorbahnhof, geschaffen.
Der Brunnen erinnert an den populären Wasserträger Johann Wilhelm Bentz (1787-1854), auch Hans Hummel genannt. Laut Überlieferung geht der Hamburger Gruß „Hummel-Hummel, Mors, Mors“ auf ihn zurück. Bentz soll damals Kinder, die ihn ärgerten und „Hummel, Hummel“ hinter ihm herriefen, ein unfreundliches „Mors, mors“ entgegnet haben.
Bentz lieferte in zwei an einem Joch hängenden schweren Eimern Wasser. Als 1848 die Stadtwasserkunst in Rothenburgsort den Betrieb aufnahm, wurde Bentz arbeitslos. 1854 starb er und wurde auf Armenhauskosten auf dem Dammtorfriedhof begraben.
Der Hummelbrunnen ist der einzige der elf Brunnen im Bezirk Hamburg-Mitte, der noch Trinkwasser spendet. (ch)
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