Hamburg: St. Georg im Jahr 1855

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Eine Lithografie von 1855: So sah der Hamburger Wilhelm Heuer die damalige Vorstadt St. Georg Foto: wb

Verein für Hamburgische Geschichte feiert Jubiläum

Von Christian Hanke
Hamburg. An allen U-Bahnstation leuchten sie einem entgegen, die blau-orangefarbenen Plakate mit der gekreuzten Aufschrift „In der Stadt verankert“, einem Anker stilisiert nachempfunden. Sie weisen auf eine Ausstellung hin, die noch bis zum 3. Mai in der Europa-Passage zu sehen ist und danach durch die Stadtteile wandert.
Gezeigt werden historische Fotos und Dokumente aus der Geschichte Hamburgs und des Vereins für Hamburgische Geschichte - der feiert aktuell sein 175-jähriges Bestehen. Dem Verein verdankt die Hansestadt unter anderem das Museum am Holstenwall.
„Das Orange auf dem Plakat steht für eine aufgehende Sonne“, erläutert der erste Vorsitzende des Vereins, der Historiker Professor Dr. Rainer Nicolaysen. Unter seiner Leitung hat sich der Verein für Hamburgische Geschichte gewandelt, sich vor allem für jüngere Menschen geöffnet. Werbung an der Uni und neue Möglichkeiten der Betätigung für junge Mitglieder haben den Mitgliederschwund der letzten Jahre gestoppt. 2013 traten erstmals seit langer Zeit mehr Menschen in den Verein ein als aus.

Größter Geschichtsverein

1.040 Mitglieder hat der Verein für Hamburgische Geschichte derzeit. „Unter den städtischen Geschichtsvereinen Deutschlands sind wir der größte und einer der ältesten“, erzählt Rainer Nicolaysen. Der Verein hat vier Betätigungsfelder: Veröffentlichungen, Vortragsveranstaltungen, Ausflüge und Reisen sowie eine über 12.000 Bände zählende Vereinsbibliothek.
Einmal im Jahr erscheint eine Zeitschrift mit wissenschaftlichen Beiträgen zur Hamburger Geschichte und Rezensionen über Bücher zur Hamburgischen Geschichte. Außerdem Reihen zu bestimmten Themenbereichen. Die Vorträge und Ausflügen werden von anerkannten Spezialisten gehalten beziehungsweise geleitet.
Darüberhinaus nimmt der Verein in einem besonderen Maße die Pflege der Hamburgische Geschichte wahr. „Da es in Hamburg keinen Lehrstuhl für die Geschichte der Stadt gibt und das Land Hamburg über keine historische Kommission verfügt, übernimmt der Verein diese Aufgaben“, erläutert Nicolaysen .
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