Hamburg: St. Georg kommt ins TV

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Hauptdarstellerin Idil Üner alias Sibel (2.v.r.) bekommt ihren Namen aufs Praxisschild, zur Freude von Max Walther (Marc Oliver Schulze, r.), Tobias (Claes Bang, 2.v.l.) und Arzthelferin Paula (Nina Petri, l.) Foto: ZDF/Marion v.d. Mehden/wb

„Sibel & Max“: Neue Vorabendserie fürs ZDF wurde im Stadtteil gedreht

Von Dagmar Gehm
Hamburg. Nach einem unverbrauchten Stadtteil haben sie gesucht. Abseits von St. Pauli oder Blankenese, als Hamburg-Kulissen in Film und Fernsehen sattsam bekannt.
„Gefunden haben wir St. Georg“, sagt Producer Maik Homberger. „Viel haben wir in der Langen Reihe gedreht, auf dem Hansaplatz, dem Steindamm und seinen Seitenstraßen.“ Mitten im Kiez mit seinem Mix aus Kulturen, hippen Cafés, kleinen Läden, gewürzt mit einem Schuss Rotlicht als perfekte Location für die interkulturelle Familienserie „Sibel & Max“, die im ZDF ab 3. Januar 2015 samstags um 19:25 Uhr gesendet wird.

Zwölf Folgen ab Januar

Zwölf Folgen wurden für die erste Staffel gedreht. Der Plot ist so bunt wie St. Georg. Mit einer Erfolg versprechenden Rezeptur aus weißen Kitteln und widersprüchlichen Charakteren. Selbst wenn das Ende schon am Anfang zu ahnen ist. Oder gerade deshalb. Weil der smarte, sehr hanseatische Leiter einer Notfallpraxis, Dr. Max Walther, gespielt von Marc Oliver Schulze, trotzdem wie gemacht scheint für die temperamentvolle Ärztin mit türkischen Wurzeln, Dr. Sibel Aydin (Idil Üner). Zwar gilt es noch so manches Hindernis zu überwinden. Zum Beispiel den Schock, als sie erfahren, dass Walthers Tochter (16) schwanger ist von Sibels Sohn (17.
Vier Monate wurde für „Sibel & Max“ gedreht. Hauptsächlich in St. Georg. „Weil es so eine Lebendigkeit versprüht“, meint ZDF-Redakteurin Berit Teschner. „Weil hier so unterschiedliche Menschen und Milieus aufeinander prallen.“
Für Schauspieler Marc Oliver Schulze aus Frankfurt ist der Kiez vertrautes Terrain: „Den Steindamm kenne ich rauf und runter, weil ein Kumpel von mir dort wohnte. Meine Knofi-Fahne habe ich mir meist dort beim Türken geholt.“ Dagegen hatte Idil Üner kurz vor den Dreharbeiten beschlossen, sich künftig vegan zu ernähren: „In der Langen Reihe habe ich immer superleckeren Kaffee mit Hafermilch und vegane Gerichte bekommen“.
In seiner ersten TV-Rolle zu sehen ist Salah Massoud, der den jungen Vater mimt. Der 1996 geborene Gymnasiast aus Wandsbek konzentriert sich aber neben der Schauspielerei voll auf seine anstehenden Abiturprüfungen. „Für ein Schulprojekt musste ich früher ständig nach St. Georg fahren“, erinnert er sich Durch die Dreharbeiten bekam er jetzt einen ganz neuen Blick auf das Viertel. (geh)
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