Hamburg: Verspäteter Zwillingsturm

Anzeige
Esplanade, die Ansicht von Süden: Zwischen das bereits stehende Burmah-(BAT)-Haus (links, Esplanade 39) und das Finnlandhaus (Esplanade 41), beide in den 60er-Jahren gebaut, wird der Neubau im Stil der denkmalgeschützten Altbauten gesetzt. Ebenfalls kurios: Die Hausnummerierung muss nach der Alt-Hamburger Methode erfolgen, die an der Esplanade noch gilt - der Neubau bekommt die Nummer 40 Foto: Hanke / Zeichnung: Winking-Froh Architekten

Projekt im Stil der 60er-Jahre: An der Esplanade entsteht ein neues Bürohaus

Hamburg. Noch ein Hochhaus in der Esplanade: Zwischen Finnland- und Burmah-Haus auf der nördlichen Seite der schönen Straße soll ein weiteres Bürogebäude entstehen, das sich „in Gestaltung und Höhenentwicklung“ an dem Burmah-Haus orientieren wird. Dazu wird der neue vorhabenbezogene Bebauungsplan Neustadt 40 aufgelegt, der auch eine Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer im Bereich Esplanade / Neuer Jungfernstieg durch die Übertragung privater Grundstücksflächen zu den öffentlichen Verkehrsflächen vorsieht.
Das neue Bürohochhaus wird über 15 Vollgeschosse mit einem Staffelgeschoss als oberster Etage und über rund 7000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verfügen. Zur Esplanade hin sind Arkaden vorgesehen, zum Gustav-Mahler-Park geringfügige Auskragungen geplant.

Zunächst war an Wohnungen gedacht

Eine zunächst erwogene Wohnnutzung wurde wegen der starken Lärmkulisse rund um das Gebäude durch Auto- und Eisenbahnverkehr wieder verworfen.
Die Planung des Neubaus erfolgt in enger Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, mit dem Denkmalschutzamt und mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Die beiden benachbarten Hochhäuser stehen unter Denkmalschutz. Daher ist die Fassadengestaltung von besonderer Bedeutung. Die Auswirkungen auf verschiedene Sichtbeziehungen wurden eingehend geprüft. Zwei bereits vorhandene Tiefgaragen werden zusammengelegt, um die notwendige Stellplatzzahl für den Neubau zu erreichen. Die Freiflächen zwischen den Gebäuden sollen besser gestaltet werden, so dass der Gustav-Mahler-Park hinter den Gebäuden besser erreicht und eingesehen werden kann. Der Bebauungsplanentwurf und die Neubauplanung wurde in einer ersten öffentlichen Veranstaltung bereits vorgestellt. Am 16. Januar 2014 gibt es eine weitere Plandiskussion. (ch)

Die Esplanade wurde zwischen 1827 und 1830 als Prachtstraße mit Häusern im klassizistischen Stil angelegt. Sie überlebte die Bomben, aber nicht die Stadtplaner. Für die Bürotürme wurde ein intaktes, historisches Ensemble abgerissen. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige