Hamburgs Glitzer-Himmel

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Bis über den Jahreswechsel soll der Sternzauber abends über dem Passagenviertel leuchten Foto: Betz

Raffinierte Beleuchtung sorgt im Passagenviertel für Weihnachtsatmosphäre

Von Malte Betz
City
Es ist die wohl ungewöhnlichste und spektakulärste Weihnachtsbeleuchtung über den Straßen der Hamburger Innenstadt. Am Montagabend wurde im Passagenviertel die Lichtinstallation „Sternzauber“ unter Strom gesetzt. Seitdem funkelt ein Meer aus weißen Lämpchen über den Köpfen der Besucher auf der Poststraße und der kreuzenden Straße Große Bleichen. 3.500 Lichtkristalle strahlen über den zwei bekannten Flaniermeilen, die westlich des Jungfernstiegs liegen.
„Wir brauchen diese Anziehungskraft“, sagte Bezirksamtschef Andy Grote bei einer kleinen Feier vor dem Einschalten der schwebenden Lichtpunkte. Nach seinen Worten kann Hamburg mit seinen Lichtkunstwerken zur Weihnachtszeit mittlerweile mit den Einkaufsdistrikten internationaler Metropolen, wie London und New York, mithalten. Besuchern werde ein Stück stimmungsvoller Weihnachtszeit geschenkt.
Die Planung und die technischen wie baulichen Maßnahmen des „Sternzaubers“ dauerten Jahre und wurden vom Hamburger Lichtdesigner Tom Schlotfeldt entworfen. Um die Lichtpunkte scheinbar schwerelos im Himmel über dem Passagenviertel schweben zu lassen, wurden sehr dünne Halteseile zu Hunderten quer über die Straßenzüge gespannt.

Geringer Energieverbrauch


Zur Eröffnung des beeindruckenden Lichtkunstwerks war auch die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, gekommen, die sich in einer kurzen Ansprache vor allem für das anhaltende Engagagement der Grundstückseigentümer bedankte, ohne deren Bereitschaft die Weihnachtsbeleuchtung nicht hätte verwirklicht werden können. Sie ist Teil eines bereits laufenden Sanierungs- und Verschönerungskonzepts der Flanierstraßen, in das die Grundstücksbesitzer fünf Millionen Euro investieren.
Der Clou des Sternzaubers liegt auch in seinen technischen Details: Jeder Sternkristall wird von einer LED erhellt. Die gesamte Installation mit 3.500 Lichtquellen hat dadurch nur einen Stromverbrauch von 875 Watt, was der Leistung eines Reiseföns entspricht. Zum Vergleich: die bisherige Beleuchtung des Viertels aus 2.450 Glühlampen verbrauchten 36.750 Watt.
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