Hamburgs HafenCity rückt nach Osten

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Architekt Felix Schwarz und Jury-Vorsitzende Ulrike Böhm vor dem siegreichen Entwurf für das Quartier Elbbrücken Foto: Hörmann

Architektenwettbewerb ist entschieden – Elbbrückenquartier nimmt Gestalt an

HafenCity Den Amerigo-Vespucci-Platz gibt es bis jetzt nur in den Köpfen der Planer, aber bis 2019 soll er fertig sein und zum Highlight der HafenCity im Osten werden. Wie der Platz und die übrigen Freiflächen im Elbbrücken Quartier aussehen sollen, entschied jetzt ein Architektenwettbewerb. 30 Landschaftsplaner reichten Entwürfe ein, das Rennen machte das Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin, die auch schon die Freiflächen im Baakenhafen gestalten.

Vom Wind geformte Landschaft

„Wir haben immer schon nach Osten geschielt und wollten diesen Bereich gern mit bearbeiten“, sagt Architekt Felix Schwarz vom Atelier Loidl. Die Berliner wollen den Platz ganz ohne Stufen bauen und von den geplanten Hochhäusern bis zur Wasserkante des Baakenhafens einfach sanft absenken. Ansonsten gibt es einige grüne Inseln. Schwarz sieht eine „vom Wind geformte Landschaft“ und viele Menschen, die den Platz als Erholungsraum nutzen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, den Amerigo-Vespucci-Platz im Modell der HafenCity zu finden, denn um den eher überschaubaren Platz sind zahlreiche Hochhäuser geplant – und denen musste sich die Gestaltung anpassen.

Bauzeit bis 2019

Zwölf bis 13 Millionen Euro werden von der HafenCity Hamburg GmbH für den Platz, die Promenaden und die Flächen zwischen den geplanten Haltestellen U- und S-Bahn Elbbrücken verbaut. Schön sind die Wasserflächen des Baakenhafens, zu denen der Platz sich öffnet. Hinter dem Amerigo-Vespucci-Platz werden Wolkenkratzer mit 40 bis 50 Stockwerken pro Turm entstehen. Sie sind der städtebauliche Abschluss des Quartiers Elbbrücken. Hinter den Hochhäusern kommt der Billbogen – und auch hier ist die HafenCity Hamburg GmbH in der Planung, um das Gebiet Richtung Rothenburgsort und hin zum Billebecken zu entwickeln. Doch zunächst beginnt die Bebauung des Quartiers Elbbrücken, das jetzt noch eine Spülfläche ist. Bis zum Jahr 2019 wird ein „metropolitanes Geschäfts- und Wohnquartier“ mit spektakulären Hochhäusern, Wasserflächen zu drei Seiten und dem Amerigo-Vespucci-Platz entstehen. 58 Prozent des Gebiets werden Büros, 15 Prozent Gastronomie und Einzelhandel. Der Rest könnten 1000 Wohnungen sein. (sh)

Info

Im HafenCity Informationszentrum im Kesselhaus sind bis zum 15. Januar fünf der insgesamt 30 Wettbewerbsbeiträge für die Gestaltung der Freiflächen des Quartiers Elbbrücken in einer Ausstellung zu sehen. Im Kesselhaus steht auch das Modell für die gesamte HafenCity. Die Öffnungszeiten des Informations-Centers sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
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