Hamburgs jüngstes Playmate nimmt Lehrstunde

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Nach der Tour genießt Annetta den Ausblick an der Alster Foto: mdt (1); Oliver Meyer (klein)
 
Playmate Annetta Negare mit Rad-Reporter Marco Dittmer
Hamburg: Hamburg |

Annetta Negare wagt sich mit Rad-Reporter Marco Dittmer nach sieben Jahren wieder aufs Rad

Von Marco Dittmer

Als Rad-Reporter sind einige Geschichten einfach Pflicht. So auch die Änderungen der Straßenverkehrsordnungen für Radfahrer. Seit dem 1. Januar ist nämlich so manches anders auf Hamburgs Straßen. Um aus der Pflicht eine Kür zu machen und langweiliges Behördendeutsch in etwas Glanz zu hüllen, habe ich mir Playmate Annetta Negare (Playboy November 2014) an die Seite geholt.

Annetta Negare ist Kirsche bei Tutti Frutti

Annetta ist mit 24 Jahren Hamburgs jüngstes Playmate und saß zu meiner Überraschung seit sieben Jahren nicht mehr auf einem Sattel. Entsprechend holprig aber immer lustig war unsere Tour durch Winterhude und um die Alster. Mutig wagt sie sich in den Verkehr. „Ich bleibe einfach nah an dir dran“, sagt mir Annetta und hofft wahrscheinlich, dass mein orangefarbener Helm für uns beide hält. So eiern wir an der Gertigstraße vorbei Richtung Hofweg.
Ein Paketdienst versperrt uns hier – auf dem Mühlenkamp ein gewohntes Bild – den Weg. Annetta versucht dranzubleiben kommt aber nur schwer an dem Transporter vorbei. „Ganz schön viel Verkehr hier“, sagt Annetta, die vor wenigen Wochen in der Neuauflage der RTL-Erotik-Show Tutti Frutti als Kirsche tanzte und Publikum und Zuschauer entzückte.

Annetta geht gleich aufs Ganze

Was mir schon nach ein paar Minuten auffällt: So ein Playmate flutscht ziemlich problemlos durch den Verkehr. Kein Hupen, weil Annetta die Fahrbahn kreuzt, kein böser Blick als sie beim Überqueren der Straße kurzentschlossen wieder umdreht. Annettas Geheimwaffe gegen den Frust auf der Straße ist ein gekonnter Luftkuss durch die Windschutzscheibe. Schon ist alles vergeben und vergessen.
Dann will sie gleich aufs Ganze gehen. Obwohl Annetta seit sieben Jahren nicht mehr auf einem Fahrradsattel saß, schielt sie verdächtig auf mein Rennrad. Das will ich sehen und überlasse ihr mein Arbeitstier. Annetta ist begeistert: „Das ist ja super leicht!“ Schubst sich an und...
... ...schlingert sich ein mit der leichtgängigen Lenkung ein paar Meter an der Alster entlang. „Das ist doch noch nichts für mich,“ sagt das Playmate aus Winterhude. Annetta, in Tochter moldawischer Eltern, lebt hier mit Blick auf den Osterbekkanal in einer 80 qm großen Wohnung.

Famileinpläne eines Playmates

Die Fotos für den Playboy vor zwei Jahren haben ihr Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. „Damals habe ich immer Pläne gemacht. Heute lasse ich die Dinge eher auf mich zu kommen“, sagt die hübsche Blondine. Einen Plan hat sie aber doch noch: „Ich möchte bald eine Familie gründen“, verrät mir Annetta. Den passenden mann hat sie schon gefunden, die Hochzeit ist für 2018 geplant. Geheiratet wird wahrscheinlich im Schweriner Schloss. „Ich möchte wie eine Prinzessin heiraten. Abends wird dann aber auch richtig gefeiert!“

Ein bisschen gearbeitet habe ich bei der Fahrradtour mit Annetta dann auch noch. Auf diese Änderungen Änderungen müssen Rad- und Autofahrer nun achten:

Fußgängerampeln nur noch für Fußgänger

Achtung! An Kreuzungen wird es noch gefährlicher. Wer mit dem Rad auf der Fahrbahn unterwegs ist, für den gilt die Fahrbahnampel. Für Radfahrer auf dem Radweg/-streifen gelten die Fahrradampeln. Ist an der Kreuzung oder dem Übergang keine Fahrradampel, richtet sich der Radfahrer wieder nach der Fahrbahnampel. Eine gute Sache für Radfahrer, leuchten doch die Fahrbahn- und Radampeln deutlich länger grün.
Aber: Die Regel gilt schon seit 2013. Städte und Kommunen hatten drei Jahre Zeit, ihre Ampeln umzurüsten oder Fahrradampeln zu installieren. An vielen Stellen wurde jedoch die billigere Variante gewählt, aus Fußgängerampeln wurden so kombinierte Fußgänger- und Fahrradampeln. Heikel wird es, wenn sich Autofahrer beim Rechtsabbiegen zu sehr auf eine rote Fußgängerampel verlassen und den wichtigen Schulterblick weglassen. Testfahrerin Annetta sagt: „Daumen hoch, aber Augen auf!“

Kinder auf dem Gehweg begleiten

Annetta ist ein Familienmensch. Mit ihren 24 Jahren hat sie schon genaue Vorstellungen davon. „Ich wollte immer eine junge Mutter sein“, sagt Annetta, die noch vor wenigen Wochen in der Tutti-Frutti-Neuauflage die Kirsche tanzte. Dass Eltern ab sofort ihre Kinder auf dem Gehweg begleiten können, finden wohl alle Mütter gut. Hier gilt: Nur eine Begleitperson darf in Schrittgeschwindigkeit neben dem Kind fahren.

E-Scooter auf Radwegen

Unsere Radwege werden voller. Ab sofort dürfen auch E-Scooter und E-Mofas auf ihnen fahren. Die Elektroräder gehörten bislang auf die Straße. E-Scooter und E-Mofas haben im Gegensatz zu elektrischen Rollstühlen einen Lenker. Gerade die E-Scooter-Fahrer werden in den kommenden Wochen wohl häufiger diese neue Freiheit nutzen, sind sie doch aktuell aus den Bussen des HVV verbannt worden. „Zu unsicher“ sagt der Verkehrsverbund. Bis die Hersteller nicht nachrüsten, sind die Elektromobile nur auf Radwegen unterwegs.
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