Hamburgs neue Silhouette

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Im Baakenhafen entstehen 2015 erste Gebäude. Links: der U-Bahnbau. Hinten: die Elbbrücken Foto: M. Betz
 
Jürgen Bruns-Berentelg Foto: Betz

HafenCity: Skyline mit bis zu 70 Metern. Im Wasser entsteht künstliche Insel

Hafencity Die Baukräne wandern weiter nach Osten und kommen der Ziellinie, den Elbbrücken, wieder ein Stück näher! Dieses Jahr beginnen die ersten Hochbaumaßnahmen im Quartier Baakenhafen in der Hafencity. Auf einer Pressekonferenz stellte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hafencity Hamburg GmbH, Professor Jürgen Bruns-Berentelg, die Pläne und Entwicklungen für 2015 vor. Die sehen unter anderem auch den Baubeginn für markante Häuser an der Wasserkante vor. Im südlichen Überseequartier wird der Grundstein für ein rund 70 Meter hohes Gebäude gelegt und am Strandkai, bisher größtenteils unbebaut, lassen die Kräne eventuell noch dieses Jahr zwei 60 Meter hohe Türme mit Wohnungen in den Himmel wachsen.
Die Pläne dafür werden in Kürze vorgestellt. „Damit wächst – von Süden betrachtet – eine neue große innerstädtische Silhouette Hamburgs“, erklärte Bruns-Berentelg.
Die Skyline ist auf zwei Höhenniveaus angelegt, von knapp 30 Metern einerseits bis über 60 und teilweise 70 Metern der dazwischen liegenden Bauten.
Danach ist höhentechnisch Schluss, denn die Gebäude sollen aus der Innenstadt, etwa von den Ufern der Außenalster, nicht zu sehen sein, um die Silhouette aus Kirchturmspitzen nicht zu beeinträchtigen.
Neben der Wasserkante starten auch im Baakenhafen die Bauarbeiten. Dort soll eine Art „urbanes Dorf“ inmitten der City entstehen mit einem Schwerpunkt auf familienfreundlichem Wohnen. Eine Grundschule, eine
Kita, ein Studentenwohnheim sowie einen Marktplatz wird der Bereich unter anderem erhalten.

Künstliche Insel


Außerdem wird eine künstliche (Halb-)Insel im Hafenbecken aufgeschüttet, die später als begrünter Erholungsort dient. Eigentumswohnungen finden sich nur im auffällig geringem Umfang.
Stattdessen gibt es preisgedämpfte Mietwohnungen und geförderten sozialen Wohnungsbau. Sechs Baugenossenschaften, vier Baugemeinschaften, eine Stiftung und ein Kita-Träger zählen zu den Bauherren. Insgesamt 2000 Wohnungen wird das Quartier umfassen. Darunter auch Einrichtungen für betreutes Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung und ein Frauenwohnprojekt.
Als dritter Schwerpunkt geht in diesem Jahr auch die Gestaltung des südlichen Überseequartiers (endlich) weiter, allerdings vorerst noch auf dem Papier.
Noch im Januar sollen erste Architektenentwürfe und im Lauf des Jahres ein neuer Bebauungsplan erarbeitet werden. 2017 sollen dann auch an der noch unbebauten, zentralen Wasserkante die ersten Baugruben ausgehoben werden und ein Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Entertainment, Hotel und dem Kreuzfahrtterminal entstehen.
Die Bau-Verzögerung dieses Quartiers schmerzt die Hafencity-Planer besonders, denn es soll aufgrund seiner zentralen Lage zu den anziehungsstärksten Punkten des gesamten Hafencity werden.

Hauptinvestor stieg aus


Hintergrund: Im Zuge der Finanzkrise war der Hauptinvestor des Areals abgesprungen und hatte dadurch die Realisierung um Jahre zurückgeworfen. Im Dezember 2014 hatte man ein neues Immobilienunternehmen für die Realisierung des südlichen Überseequartiers gewinnen können. (bez)
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