Hamburgs „Tüddelband“ für Kinderautorin Boie

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Übersetzerin Asma Qwider, Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie und Moderatorin Jessica Schlage (hinten, v.l.) veranstalteten eine Lesung in der Zentralbibliothek am Hühnerposten Foto: Grell

Mit dem Preis werden Schriftsteller geehrt, die durch die Arbeit junge Menschen zum Lesen anregen

Von Karen Grell
Hamburg
Kirsten Boie ist Trägerin des „Hamburger Tüddelbands 2016“. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wurde bereits zum vierten Mal vergeben und zeichnet Autoren aus, die regelmäßig Kinder- und Jugendbücher publizieren und mit ihren Auftritten zum Lesen anregen. Schirmherrin Christine Kühne überreichte die Auszeichnung in der Hauptkirche St. Katharinen. Im Anschluss las Kirsten Boie aus ihrem Buch „Thabo – Detektiv und Gentleman – Die Krokodilspur“, das im Oetinger Verlag erschienen ist. „Ich freue mich, besonders als Hamburgerin, diesen Preis zu bekommen“, so die strahlende Schriftstellerin während der Veranstaltung. Schon einen Tag vor der Verleihung des Preises war die Autorin in Hamburger Bücherhallen mit ihrer neuen Flüchtlings-Boardstory „Bestimmt wird alles gut“ unterwegs, die in deutscher und arabischer Sprache vorgestellt wurde. Mit dieser neuen Geschichte trifft Kirsten Boie genau ins Herz der aktuellen Ereignisse. „Ich habe mir diese wahre Geschichte von Kindern aus meiner Nachbarschaft erzählen lassen“, erklärt sie bei der Veranstaltung in der Zentralbibliothek am Hühnerposten. Die bewegende Lebensgeschichte der Flüchtlingskinder Rahaf und Hassan wurde von Kirsten Boie erzählt und in Teilen von Asma Qwaider in die arabische Sprache übersetzt. „Man hat mich gefragt, ob ich nicht einmal über eine Flüchtlingsfamilie schreiben könne. Eigentlich schreibe ich immer nur darüber, was mir selber einfällt“, erklärt Boie. Dennoch sei sie gleich von der Idee überzeugt gewesen und habe sich auf die Suche nach Menschen gemacht, die ihr von dem Leben auf der Flucht erzählen können. Mit Rahaf und Hassan hatte die Autorin zwei Kinder gefunden, die aus Syrien flüchten mussten und nun in einer Unterkunft leben. Die jungen Zuhörer in der Zentralbibliothek hat die Geschichte sehr bewegt, und auch Kirsten Boie kannten die meisten. „Ich finde ihre Bücher alle richtig schön und interessant“, meint Lotta (8). Sie war mit ihrer Klasse extra aus Halstenbek gekommen, um Kirsten Boie einmal live erleben zu können und „damit wir auch eine Autogrammkarte bekommen können“.
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