Hansa-Markt in Hamburg gefordert

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2012 und 2013 hatte auf dem Hansaplatz der Hansa-Markt stattgefunden Foto: Grell

Veranstalter schreibt offenen Brief an Bürgermeister Scholz

Hamburg. Im Streit um den „Hansa-Markt“ auf dem Hansaplatz in St. Georg (das Wochenblatt berichtete) haben die Initiatoren einen offenen Protestbrief an Bürgermeister Olaf Scholz gerichtet. Absender ist Andreas Düvel („Hosenstall“). Nach seinen Angaben haben 1.100 Bürger das Protestschreiben unterzeichnet.
Die Forderung der Initiative „Hansa-Markt soll leben“: An acht Sonntagen im Jahr von April bis November sollen auf dem Hansaplatz Veranstaltungen zu den Themen Kultur, Ernährung, Kunst und Kinder stattfinden. Ein solches Projekt des gemeinnützigen Kunst- und Kulturvereins mit dem Titel „Hansa-Markt, Erlebnis + Wissen und Regionaleinkauf“ war insgesamt drei Mal in den Jahren 2012 und 2013 durchgeführt worden. Die Veranstaltung war mit Mitteln des Stadtteilfonds Hamburg-Mitte und Geldern der Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) sowie privater Spenden unterstützt worden. Im Sommer vergangenen Jahres hatte das Bezirksamt den August-Markt nicht genehmigt. Die Behörden verweisen darauf, dass es bereits vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr gebe.

Unterschriften abgeben

Weil sich Politiker und Fachamt Zeit mit Beratungenund Bescheiden gelassen hätten, fühlen die Initiatoren sich ausgebremst. Jetzt haben sie Scholz eine Petition zugeschickt. „Die Veranstaltungen waren ein Riesenerfolg“, sagt Düvel, Unterzeichner des offenen Briefes. „Die Weiterführung dieses Familien- und kinderfreundlichen Kulturprojektes hat das Bezirks-
amt verhindert.“
Antwort aus dem Rathaus ist nicht zu erwarten. Bürgermeister Olaf Scholz ließ schon in anderen Fällen keinen Zweifel daran, dass er auf Offene Briefe nicht reagiert. Er hatte angeboten, dass die Unterschriften beim Bürgerbüro oder der Pressestelle des Senats abgegeben werden können. (kg)
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