Hansaplatz: Kontrollierte Trinkerszene?

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Der Hansaplatz soll attraktiver werden. Zum Konzept gehört der neue Wochenmarkt Foto: kg

Bezirk will Alkoholverkauf einschränken, Glasflaschen verbieten

St. Georg Die Diskussionen um den Hansaplatz finden kein Ende: Er soll sauberer und sicherer werden, für Anwohner und Touristen. Neben Kriminalität wie Straßenraub wird besonders die Trinkerszene als Problem gesehen.
Die Bezirksversammlung Mitte hat jetzt ein Konzept von SPD und Grünen beschlossen, das Maßnahmen zur weiteren Entwicklung des Hansaplatzes vorsieht. Dazu gehört, dass Kioske zu bestimmten Uhrzeiten keinen Alkohol mehr verkaufen sowie ein Glasflaschenverbot. Ein „Quartierskümmerer“ soll künftig die Anliegen der Händler, Anwohner, sozialen Träger und Behörden koordinieren. Der Vorschlag, für Alkohol-Konsumenten einen Trinkerplatz zu schaffen, wurde wieder aufgenommen. Laut Abendblatt könnte er hinter dem ZOB entstehen.
Seit Jahren stehen sich zwei Gruppen am Hansaplatz gegenüber. Auf der einen Seite Menschen in Not, auf der anderen die Anwohner, die sich den Platz sicherer und vor allem sauberer wünschen. Die Bezirksversammlung hatte bereits Ende 2014 die Einrichtung eines Runden Tisches für den Hansaplatz beschlossen, der sich jetzt „Forum Hansaplatz“ nennt. Die erste Sitzung fand im Mai dieses Jahres statt, seitdem tagt das Forum alle zwei Wochen zu verschiedenen Themenschwerpunkten.
Das neue Konzept soll beiden Seiten helfen: Den Anwohnern und denen, die sich hier den ganzen Tag über aufhalten. Ganz oben auf der Liste der Maßnahmen steht die Eindämmung des Alkoholkonsums, um Lärm zu mindern und mehr Sauberkeit zu gewährleisten. Das Konzept der „netten Toilette“ soll umgesetzt werden. „Stille Örtchen“ in Kneipen oder Kiosken am Hansaplatz sollen dann für alle offen stehen.
Ein neues Lichtkonzept soll für mehr Sicherheit sorgen, Gummierungen an den Recyclingbehältern Lärm mindern und erhöhte Polizeipräsenz für mehr Sicherheit sorgen. Um den Hansaplatz attraktiver zu machen, findet jetzt seit einiger Zeit ein Wochenmarkt statt.
Veranstaltungen, wie der Kunstpreis und Flohmärkte sind auch weiterhin geplant, um den Platz aufzuwerten. Erst vor ein paar Jahren war der Hansaplatz umfangreich saniert und umgestaltet worden. Die Probleme blieben jedoch.
Während Anwohner die Bezirkspläne begrüßen, kritisieren sie die Linken den Trinkerplatz: Er würde die Probleme nur verlagern, nicht lösen. (kg)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 25.06.2015 | 07:22  
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