Hansaplatz: „Vor-Ort-Büro“ braucht neuen Leiter

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MichaelSchulz möchte sich nach Jahren desehrenamtlichen Engagements mehr zurückziehen Foto: Grell
 
Das Vor-Ort-Büro liegt direkt am Hansaplatz und steht jedem offen Foto: Grell

Bisheriger Bürochef Michael Schulz möchte aufhören und sucht einen Nachfolger

St. Georg Der Büroleiter Michael Schulz vom „Vor-Ort-Büro“ am Hansaplatz sucht einen Nachfolger. Das Büro ist ein Raum für Tagungen, zu dem alle Menschen Zugang haben, die hier eine Veranstaltung durchführen möchten, Unterricht anbieten wollen, Bilder ausstellen oder an einem der vielseitigen Angebote teilnehmen möchten. Die Idee, die hinter den Konzepten steckt, muss dabei immer gemeinnützig sein und nach vielen Jahren, in denen das Büro jetzt seinen Platz mitten im Bahnhofsviertel gefunden hat, gibt es auch viele interessante Programmpunkte, die sich dort etabliert haben. Immer mittwochs findet ein Café für Frauen statt, es gibt Deutschunterricht, tolle Ausstellungen und vor Allem einen Büroleiter, der alles zusammenbringt. Michael Schulz (69) hält hier die Fäden in der Hand, organisiert, telefoniert, druckt Plakate und Flyer aus und sitzt zwischendurch auf einem der roten Stühle am Eingang und wird im Minutentakt gegrüßt. Michael Schulz kennt man im Stadtteil, er ist der einzige und damit auch der Verlässliche, der hier von Anfang an ehrenamtlich das Büro übernommen hat und das mit ganz viel Engagement und Freude an der Sache. Mit 69 Jahren erlaubt er sich nun einmal darüber nachzudenken, wer seinen Posten übernehmen könnte, wenn er einmal kürzer treten möchte. „Bis zum Ende des nächsten Jahres werde ich auf jeden Fall dabei sein“, so Schulz, dennoch möchte er gern schon jetzt einen engagierten Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden, damit genug Zeit zum einarbeiten bleibt.

Mini-Job möglich?


Der Plan ist, vielleicht sogar einen Mitarbeiter auf Mini-Job-Basis einzustellen, der auch das Büromanagement übernehmen möchte. „Es müssen einfach verlässliche Öffnungszeiten garantiert werden können“, erhofft sich Michael Schulz von einem Unterstützer. Freiwillige Helfer gebe es schon, die kämen aber nur wenige Stunden in der Woche und hätten ihren spezifischen Aufgabenbereich, erklärt der St. Georger. Immer Montag bis Freitag öffnet das Vor-Ort-Büro von 10 bis 16 Uhr und „ja, zurzeit ist die Lage etwas wackelig“, meint Michael Schulz, der die Betreuung des Büros absichern möchte. Auch am Wochenende sei da oft etwas zu tun, wenn Kurse oder andere Veranstaltungen stattfinden. Schrecklich wäre es für den engagierten Helfer der ersten Stunde, wenn „das Ganze dann doch irgendwann zusammenbrechen würde“. Der Gedanke, der Michael Schulz besonders wichtig ist: „Jeder hat hier Zugang“, deshalb hängt er auch keine Plakate in die Fenster, damit die Vorbeikommenden den Laden nicht mit bestimmten Gruppierungen oder Ideen in Verbindung bringen. Wer soll nun aber einen Mann ersetzen, der eigentlich wie für dieses Büro erschaffen scheint? Michael Schulz zuckt mit den Schultern. Es muss ein flexibler Mensch sein, der mit den Leuten am Platz zurechtkommt, der gleichzeitig Offenheit beweist, aber auch Grenzen setzten kann, der das Umfeld kennt und Vorbildfunktion zeigt in Sachen Toleranz. Genau so einen hat das Büro mit seinem jetzigen Leiter. Nach so vielen Jahren des Engagements ist ein langsamer Rückzug auch das, was Michael Schulz sich verdient hat. Jeder, der sich vorstellen kann, im „Vor-Ort-Büro“ aktiv zu werden, kann sich deshalb melden. (kg)

Kontakt: Telefon 280 078 50 oder 0176/49329155. Weitere Infos: Vor-Ort-Büro
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