Hilfe in der Nachbarschaft

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Auf dem markierten Gelände am Baakenhafen werden 720 Flüchtlinge leben Grafik: HafenCity Hamburg GmbH

HafenCity-Netzwerk nimmt Plan für Flüchtlings-Unterkunft positiv auf

Von Sonja Schmidt
HafenCity
Viel Applaus, wenig Kritik. Die geplante temporäre Flüchtlingsunterkunft für 720 Menschen in der Kirchenpauerstraße stößt bei den Bewohnern der HafenCity auf Zustimmung, das zeigte die Bewohnerversammlung in der HafenCity Universität. Zahlreich trugen sich die Anwesenden in die Helferlisten am Eingang ein. „Wir werden die Flüchtlinge in unserem Stadtteil als neue Nachbarn willkommen heißen“, verkündete Tanja Heine, die neue Vorsitzende des Netzwerks HafenCity. Von den rund 300 Anwesenden erntete sie zustimmenden Beifall. Besorgnisse regten sich wenig, lediglich ein Mann äußerte seinen Unmut gegenüber der isolierten Position der geplanten Container-Unterkünfte, die – von Sand umgeben – ab April auf einem noch leeren Baufeld am Baakenhafen entstehen sollen.

Nicht optimaler Ort


Ab der zweiten Jahreshälfte 2016 stehen sie den Flüchtlingen befristet für dreieinhalb Jahre zur Verfügung. Es sei „ein ungemütlicher und grausiger Ort“, schimpfte der Anwohner. Hamburg jedoch müsse kurzfristig sehr hohe Zahlen an Unterkünften zur Verfügung stellen, daher seien Kompromisse nötig und „man muss Orte in Betracht ziehen, die vielleicht nicht optimal sind“, erklärte Dr. Marcus Menzl von der HafenCity Hamburg GmbH. Wie kann die Integration der Flüchtlinge gefördert werden? Und wie lassen sich ehrenamtliche Hilfsangebote gestalten? Das waren die zentralen Themen des Abends.

Grundschüler integrieren



„Wir haben viele engagierte Bürger“, lobte HafenCity-Chef Prof. Jürgen Bruns-Berentelg. Auch die Schulunterbringung der Kinder beschäftigte die Anwesenden. Laut Susanne von Stebut von der Schulaufsicht Hamburg-Mitte kommen die Grundschüler in internationale Vorbereitungsklassen (IVK) an der Rudolf-Roß-Schule in der Neustadt unter. Für ältere Schüler und Schülerinnen seien im Gymnasium Klosterschule vier IVK-Klassen am Berliner Tor vorgesehen. Ansonsten gebe es auch an der Grundschule Hohe Landwehr und Fritz-Köhne-Schule in Rothenburgsort Kapazitäten, die bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden könnten.
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