Hilfe, meine Eltern trinken...

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Initiator und Gastgeber bei bundesweiter COA-Aktionswoche: SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. (Foto: SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.)
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. Initiator und Gastgeber bei bundesweiter Aktionswoche vom 14. bis 20. Februar 2016

Hamburg (mk) „Children of Alcoholics (COA)“ sind eine gesellschaftliche Gruppe, die es bislang nur sporadisch in den Fokus öffentlicher Wahrnehmung schafft. Dabei kommt etwa jedes sechste Kind in Deutschland aus einer Familie, in der Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit herrschen. Rund sechs Millionen Erwachsene sind hier als Kinder in Suchtfamilien aufgewachsen. Kinder von Suchtkranken sind Risikokandidaten, selbst eine stoffliche Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln. Da mehr als 2,6 Millionen Kinder unter 18 Jahren aktuell mit alkoholkranken Eltern zusammenleben, handelt es sich nicht um ein vernachlässigbares Randphänomen – allein die dadurch verursachten erhöhten Gesundheitskosten mahnen zu schnellem und nachhaltigem Handeln.


„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ - lautet daher das Motto der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien. Die COA-Aktionswoche lenkt jedes Jahr in der Woche um den Valentinstag die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblemen ihrer Eltern leiden. Initiatoren sind die drei Vereine National Association for Children of Alcoholics NACOA Deutschland (Berlin), SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. (Hamburg) und Kunst gegen Sucht (Düsseldorf). Alle, denen das Thema „Kinder aus Suchtfamilien“ am Herzen liegt, sind zum Mitgestalten und Mitmachen eingeladen. Auf diese Weise entstand ein umfangreiches, bundesweites Veranstaltungs- und Aktionsprogramm für Fachleute und Interessierte: www.coa-aktionswoche.de/veranstaltungen.html. Allein in Hamburg werden drei Fachveranstaltungen vom SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. und der Beratungsstelle Kompaß angeboten.

Der SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. bietet Hilfen für Kinder aus alkoholbelasteten Familien. Diesen Kindern einfach zur Seite zu stehen bedeutet oft, den Suchtkreislauf zu durchbrechen. Da der größte Risikofaktor für eine spätere Sucht darin besteht, Kind eines suchtkranken Elternteils zu sein, kann dem Nachwuchs so der Einstieg in die Abwärtsspirale erspart werden. Der Verein erlebt es täglich, dass die familiäre Suchterkrankung als Familiengeheimnis unter allen Umständen von den Kindern geheim gehalten werden soll. Wenn Kinder ihre Situation als unerträglich erleben, werden sie von ihren Eltern oft durch Drohungen daran gehindert, sich Hilfe zu suchen. Der erste Kontakt mit dem SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. kommt daher in der Regel vertraulich über die Notrufnummer zustande.

Der Verein betreibt Information in der Öffentlichkeit, in Institutionen, Verbänden und Firmen, Beratung von Eltern, Sorgeberechtigten, Kindern und Jugendlichen, Angehörigen, Bezugspersonen, sowie allen Berufsgruppen und Menschen, die an Suchtprävention und Suchttherapie interessiert sind. Er sorgt für die Behandlung von Suchtkranken und von der Suchtkrankheit bedrohten Menschen, sowie deren Familien und Angehörige, insbesondere ihrer Kinder. Er ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) und bietet als freier Jugendhilfeträger Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII an.

www.suchtundwendepunkt.de
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.
Koppel 55
20099 Hamburg
WortBild.Kaminski
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