Kaum Platz für Busse in der Hamburger City

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In der Mönckebergstraße kann es schon mal eng werden Foto: Timm

Hochbahn schlägt Sperrung der Bergstraße für Autos vor

Von Frank Berno Timm
Altstadt
Die Mönckebergstraße vom Hauptbahnhof zum Rathausmarkt ist (fast) ausschließlich den Bussen der Hochbahn und der VHH vorbehalten. Doch was wird, wenn der Platz einmal nicht mehr ausreicht? Zehn Buslinien verkehren tagsüber durch die Mönckebergstraße, dazu Taxis, Radfahrer und Stadtrundfahrtwagen. Pkw haben hier (eigentlich) nichts verloren. Bleibt ein Bus liegen, kann es schon mal dazu kommen, dass die Fahrer nur noch mit Zentimeterarbeit aneinander vorbeikommen. Die Kreuzung an der Petrikirche ist knifflig – hier biegen nicht nur Busse ab, es wollen auch Fußgänger über die Straße und vom Jungfernstieg her dürfen Autos in Richtung Speicherstadt fahren.
Gerade hat die Hochbahn auf ihrer Bilanzpressekonferenz verkündet, dass die Fahrgastzahlen steigen. Ohnehin weite das Unternehmen das Angebot jährlich um zwei Prozent aus, manchmal sogar noch mehr. Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum sagt, die Mönckebergstraße sei eine der von Bussen „meistgenutzten Straßen“. Betrieblich und verkehrlich sei das noch organisierbar – „bei weiter wachsenden Fahrgastzahlen könnte Handlungsbedarf bestehen“. Es gebe Überlegungen, die helfen würden – Kreienbaum nennt als Beispiel die Sperrung der Bergstraße für den Pkw-Verkehr. Richard Lemloh von der Verkehrsbehörde ergänzt zunächst, nach seinen Erkenntnissen fließe der Verkehr in der Mönckebergstraße gut. Der Sprecher der Verkehrsbehörde erinnert daran, dass der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zuletzt die Zufahrt aus der Dom- in die Schmiedestraße, die Linksabbiegefahrt aus der Rathaus- in die Bergstraße abgeschafft, die Ampel an der Rathausstraße/Speersort abgebaut und die Bergstraße in diesem Abschnitt auf Busse, Taxen und Radfahrer beschränkt habe (das Wochenblatt berichtete). Weitere Maßnahmen, so Lemloh, seien „nicht vorgesehen“. (fbt)
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