Kids-Projekt findet neuen Standort

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Der Container ist bald Geschichte – zur Freude von KIDS-Mitarbeiter Lisa Hahnemann und Malte Block Foto: Haas
Hamburg: Lange Reihe 24 |

Programm für Straßenkinder zieht aus Containern an die Lange Reihe

St. Georg In den Schaufenstern der Apotheke hängen außergewöhnliche Plakate. „Hier ziehen Kinderrechte ein“ verkündet etwa das Poster auf der Eingangstür. Der Trägerverein Basis & Woge konnte für das Straßenkinderprojekt Kids nach langer Suche dieses Quartier in der Langen Reihe 24 anmieten. Passend zum Internationalen Tag des Kindes, so informieren weitere Plakate. „Kinderrechte werden doch überall viel zu wenig thematisiert, hier wollten wir darauf aufmerksam machen.“ erklärt Burkhard Czarnitzki. Erleichtert und froh zeigt der KIDS-Leiter auf die neuen Räume, die bis August umgebaut werden sollen. Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben, werden künftig hier ihre neue Anlaufstelle finden.

Alte Anlaufstelle 2016 geräumt

„Das Apothekeninventar ist schon entfernt“, berichtet Czarnitzki. Nach der genehmigten Nutzungsänderung müsse die notwendige Umgestaltung mit dem Architekten, dem Vermieter und den Behörden abgestimmt werden. „Dann suchen wir noch dringend Handwerker, mit denen wir die letzte Hürde vor dem Einzug schaffen.“ Von den Behörden komme jedoch erfreulich viel Unterstützung. So schaute auch Bezirksamtsleiter Falko Droßmann am 1. Juni persönlich vorbei, erkundigte sich nach dem neuesten Stand und sicherte seine Unterstützung zu. Andere Nachbarn hinterließen schon mal nette Willkommensgrüße per Zettel auf der Ladenscheibe. Wie berichtet, musste das KIDS seine Anlaufstelle im Bieberhaus zum vergangenen Oktober räumen (das Wochenblatt berichtete).

Zwischenlösung in Containerbauten

Seit Mitte November bezog das über 30 Jahre erfolgreich laufende Straßenkinderprojekt – als Notlösung – acht gestapelte Wohncontainer an der Ernst-Merck-Straße, Ecke Holzdamm. Dort halten KIDS-Mitarbeiter Malte Block und Lisa Hahnemann gerade die Stellung. Ihre Kollegen sind derweil unterwegs am Hauptbahnhof, halten Kontakt mit betroffenen Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren. Mit vereinten Kräften gilt es, so manche Krise zu bewältigen, Beratung und Freizeitgestaltung anzubieten – auf dem mühsamen Weg zu neuen Perspektiven. Burkhard Czarnitzki lädt indessen interessierte Nachbarn ein, ebenfalls den Kontakt zu suchen: „Wir sind offen und freuen uns auf gute Gespräche.“ (wh)

Weitere Infos: Kids am Hamburger Hauptbahnhof

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