Klare Formen mit Esprit

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Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner (l.) mit Helmut Leppien (r.), dem Neffen des Künstlers Jean LeppienFoto: Hörmann

Jean Leppiens Werke in der Kunsthalle: „Vom Bauhaus zum Mittelmeer“

St. Georg. Jean Leppien – der Name klingt französisch, der Maler lebte auch die meiste Zeit seines Lebens in Paris und an der Côte d´Azur, doch geboren wurde er in Lüneburg als Sohn eines Roßhaarstoff-Fabrikanten. Die ersten Sporen als Maler verdiente er sich Ende der 20er Jahre am Dessauer Bauhaus als Schüler von Wassily Kandinsky.
Die Wirren des Zweiten Weltkriegs verschlugen Kurt Leppien alias Jean nach Frankreich und dort ist er auch bis zu seinem Lebensende 1991 geblieben. Eine Verbindung nach Norddeutschland und nach Hamburg aber blieb: Leppiens Neffe, Helmut Leppien, kümmerte sich um die Würdigung der Kunst seines Onkels, schrieb zahlreiche Abhandlungen und organisierte Ausstellungen.
Nur in der Hamburger Kunsthalle, dem Arbeitsplatz von Helmut Leppien, der von 1976 bis 1998 die Gemäldegalerie leitete, gab es keine Ausstellung und zwar aus „nobler Diskretion“, so Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner.

Ein Geschenk an die Bauhausfreunde

Leppien zog eine „scharfe Trennungslinie zwischen seiner eigenen beruflichen Wirkungsstätte und dem künstlerischen Schaffen seines Onkels.“ So
ist die Ausstellung der Werke Jean Leppiens mit dem Titel „Vom Bauhaus zum Mittelmeer“ nicht nur ein Geschenk an alle Hamburger Bauhaus-Freunde, die sich für die klare geometrische Formensprache in der Malerei erwärmen können, sondern auch an einen verdienten Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle, der in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag feiert. (sh)

Bis 22. September, Di. - So. 10-18 Uhr, Do. bis 21 Uhr, Hamburger Kunsthalle, Kuppelsaal, Glockengießerwall,Eintritt: 12, ermäßigt 6 Euro
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