Kreative Köpfe gesucht

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Mark Terence Jones (v. li.), Carola Ebhardt und Ilka Kass vom Hamburg Pride e. V. stehen in der Langen Reihe und wünschen sich, dass viele Menschen mit einer kreativen Idee an sie herantreten. Foto: Röhe

Hamburger CSD-Verein ruft Projektförderung ins Leben

Von Matthias Röhe
St. Georg. Ideen gibt es viele: Info-Flyer, Bachelor-Arbeiten oder beispielsweise Community-Projekte wie eine Homepage. Meist hapert es demjenigen, dem eine zündende Idee einfällt, am nötigen Kleingeld, diese auch in die Tat umsetzen zu können. Der Hamburg Pride e.V. bietet Abhilfe: der Verein fördert seit dem 1. Februar Projekte, die Homo-, Bi- und Transsexuellen in Hamburg zu Gute kommen und motiviert unter dem Motto „supported by“ jeden, sein Konzept auch zu realisieren.„Uns ist bewusst: Aller Anfang ist schwer. Um tolle Ideen jedoch nicht im Keim ersticken, sondern wachsen zu lassen, haben wir beschlossen, einen Fördertopf bereit zu stellen. Dieser soll die ersten Stolpersteine aus dem Weg räumen“, erklärt Ilka Kass, Zweite Vorsitzende vom Hamburg Pride e.V., der seinen Sitz in St. Georg hat. „Doch auch Initiatoren bereits etablierter Programme und Projekte können sich bei uns bewerben. Denn wir wissen auch, wie hart der Kampf um Sponsoren und Investoren geworden ist“, ergänzt Ilka Kass. Bewerben kann sich jeder, der Projekte fördern lassen möchte, die dieselben Ziele wie Hamburg Pride e.V. verfolgen. Darunter fallen unter anderem der Abbau bestehender Vorurteile gegenüber der queeren Gemeinschaft oder auch die Unterstützung von Opfern antihomosexueller Gewalt. Interessierte können sich die entsprechenden Bewerbungsformulare sowie die Förderrichtlinien von der Homepages des Vereins herunterladen und einen schriftlichen Antrag stellen.
Die Antragstellung ist jederzeit möglich. „Wir sind der erste CSD-Verein Deutschlands, der eine solche Projektförderung auflegt“, sagt Ilka Kass. Dank der weit über 300 Mitglieder und seiner Vereinsstruktur könne der gemeinnützige Verein bereits jetzt 3000 Euro für das neue Programm zur Verfügung stellen. Dieser Betrag kann an ein Einzelprojekt vergeben oder auf mehrere aufgeteilt werden.
„Wir wünschen uns, möglichst viele Engagierte zu unterstützen, die sich mit spannenden, neuen, kreativen oder auch außergewöhnlichen Konzepten bei uns bewerben. Die Förderung ist für uns eine wichtige Möglichkeit, Projekte zu fördern, die unsere eigenen Kapazitäten und Mittel übersteigen und ein wertvoller Beitrag für die Hamburger Homo-, Bi- und Transsexuellen-Gemeinschaft sein können“, freut sich Kass über den Start der Projektförderung. (mr)
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