Küche sucht Kelle

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Pastor Gunter Marwege (rechts im Bild) hofft auf mehr Spender

Suppenküche St. Georg versorgt immer mehr Menschen

St. Georg. Jeden Freitag stehen die Bedürftigen vor der Kirche in St. Georg Schlange für einen Teller warme Suppe. Bis zu 150 Menschen sind es, die hier an gedeckten Tischen von Ehrenamtlichen versorgt werden. Die Zahl ist gestiegen: Vor wenigen Monaten waren es noch 120. Das Besondere an der Suppengruppe im Bahnhofsviertel: Hier wird jeder an seinem Platz bedient anstatt mit einem Teller in der Hand vor dem Topf auf eine Kelle Suppe warten zu müssen. „Wir wollen den Menschen ein wenig Respekt zurückgeben, den sie auf der Straße oft nicht bekommen“, sagt Pastor Gunter Marwege. Nach dem Essen gibt es ein paar Lebensmittel mit auf den Weg. Ein Brötchen, Obst, mal liegt auch Kleidung auf den Kirchenbänken zum Aussuchen. „Leider werden es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die unsere Hilfe brauchen“, bedauert Pastor Marwege die wirtschaftliche Entwicklung. Umso mehr freut sich die Suppengruppe deshalb über das Engagement im Viertel und die Spenden, die ihnen seit fast 20 Jahren zu Gute kommen. „Die Finanzierung ist allein über die Sponsoren gesichert“, erklärt Marwege, der sich jetzt Sorgen macht, ob es bei steigenden Zahlen an Bedürftigen auch weiterhin noch reichen wird.
Es gehe nicht nur um die Suppe selber, die von großen Hotels und Unternehmen gesponsert wird, sondern auch um Besteck, Töpfe und die Wartung der Spülmaschine. Wie viele andere Institutionen ist die Suppenküche auf Spenden angewiesen, um überhaupt existieren zu können. „Wir müssen unbedingt weitermachen und hoffen gerade jetzt, wo die Nachfrage größer wird, auf zusätzliche Unterstützer“, so Marwege. (kg)

Kontakt: Tel.: 24 56 55
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