LAB: Feierstunde zum runden Geburtstag

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Karin Jaschinski (v.l.) , Bärbel Oldermann und Eike Schulz gehören zum Team des LAB und kümmern sich gemeinsam um ein abwechslungsreiches Programm für Senioren Foto: Grell

„Lange aktiv bleiben“ am Hansaplatz wurde 20 Jahre alt. Treffpunkt für aktive Senioren

Hamburg. Gemessen am Durchschnittsalter ihrer Klienten ist sie noch ein Jungspund. Bisher hat sie es auf 20 Jahre geschafft: So alt wurde jetzt die Einrichtung „Lange aktiv bleiben“ (LAB) am Hansaplatz. Hier erhalten Senioren Angebote für ihre Freizeitgestaltung und haben einen Ort, an dem sie sich treffen können.
Zum Jubiläum gab es ein großes Fest mit Empfang am Vormittag, vielen netten Reden und einer gigantischen Tortenschlacht am Nachmittag. Gratulanten aus dem Stadtteil, von den Behörden und aus den verschiedenen Kursen bedankten sich für die engagierte Arbeit vor Ort.
Bärbel Oldermann, Eike Schulz und Karin Jaschinski sind die festen Mitarbeiterinnen im LAB und sorgen dafür, dass die Besucher ein abwechslungsreiches Programm vorfinden. Kartenspiele, Spanischunterricht, PC-Kurse und eine Singlegruppe gehören zu den vielen Angeboten, die hier genutzt werden können.
Was der Institution mitten in St. Georg fehlt sind die jungen Senioren, denn „viele fühlen sich heute auch mit 70 Jahren noch topfit und schrecken bei dem Wort ‚Senioren‘ zurück“, bedauert Bärbel Oldermann, die für jedes Alter etwas vorzuweisen hat und gern auch jüngere Teilnehmer in den Kursen sehen würde. LAB ist längst kein Unterschlupf für alle, die nichts mit ihrer Freizeit anzufangen wissen, viel mehr kommen hier Menschen zusammen, die aktiv, sportlich oder kulturell interessiert sind und ihre Leidenschaft mit anderen teilen möchten.
Wie Gisela Gillert, die zwar schon 85 Jahre alt ist, aber mindestens 20 Jahre jünger aussieht. Sie ist vor 18 Jahren durch einen Artikel im Hamburger Wochenblatt auf das LAB aufmerksam geworden und hat von Anfang an mitgemacht. Ihre Freundinnen hatte sie gleich mitgebracht, auch dann, wenn diese sich zunächst über die Adresse an einem der berüchtigten Viertel der Stadt beklagt hätten. „Uns ist hier in knapp 20 Jahren absolut nichts passiert“, lacht die jugendliche Seniorin. Am meisten gefällt ihr beim LAB, dass es so unterschiedliche Möglichkeiten beim Treffpunkt gibt.
Wer gern verreist, der kann bei einer Ausfahrt mitmachen, wer sich für Computer interessiert, einen einfachen Kurs belegen und wer sportlich werden will, zur Gymnastik kommen. Die meisten der Besucher sind aus anderen Stadtteilen, die in ganz Hamburg verstreut liegen. „Der Hansaplatz ist eben zentral, gut erreichbar mit der Bahn und hat auch einen ganz besonderen Charme“, betont Helga Lütgens, eine der langjährigen Besucherinnen.
Mit dem Angebot soll es auch nach 20 Jahren genauso weitergehen wie bisher und über noch mehr Besucher würde sich das Team auf jedem Fall freuen. (kg)
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