Marsch für Inklusion

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Mit einem symbolischen Trauermarsch verabschiedeten sich Schüler, Eltern und Lehrer der Schule Uferstraße von der „Inklusion“ Foto: Burmeister

Schule Uferstraße: Aktion gegen Entwicklungsplan

Von Britta Burmeister
Barmbek/Hohenfelde. Bis zum 6. September hatten die berufsbildenden Schulen Zeit, ihre Stellungnahmen zum Schulentwicklungsplan SEPL abzugeben.
Wenige Tage vor Ablauf der Frist hat die Schule Uferstraße (W2) ihre Position auch für die Öffentlichkeit unmissverständlich demonstriert: In Schwarz gekleidete Schüler, Eltern und Lehrer erwiesen der Inklusion die „letzte Ehre“ und bestatteten sie symbolisch im Eilbekkanal. Nach dem Trauerzug wurde entlang der Uferstraße zu einem Leichenschmaus geladen.
Hintergrund für den Protest, der von der GEW-Betriebsgruppe organisiert worden war, sind grundlegenden Reformpläne, die von der zuständigen Deputation der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) im November beschlossen werden sollen.
Geht es nach dem Willen der BSB, werden die Schule Uferstraße und die Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik (FSP1) an der Wagnerstraße im Jahr 2016 zu einer Schule mit sozialpädagogischem Schwerpunkt zusammengefasst (das WochenBlatt berichtete).
Um Raum für Lernende zu schaffen, die bisher verwandte Ausbildungsgänge an der Gewerbeschule Ernährung und Hauswirtschaft (G3), an der Schule Gesundheitspflege (W01) sowie an der Anna-Warburg-Schule (W03) besuchen, sollen alle „nichtsozialpädagogischen“ Bildungsgänge der Schule Uferstraße an andere Schulen abgegeben werden. Betroffen sind der Berufsschulbildungsgang „Hauswirtschaft“ sowie die Berufsfachschulgänge „Hauswirtschaft“ und „Haus- und Familienpflege“. Lediglich die Ausbildungsgänge zum „Fachpraktiker Hauswirtschaft“ sollen an der Schule verbleiben.
Aus Sicht von Thomas von Arps-Aubert, Lehrer und Sprecher der GEW-Betriebsgruppe an der Schule Uferstraße (W2), ein Fehler. Zu den Stärken seiner Schule gehöre das selbstverständliche Miteinander der unterschiedlichen Bildungsgänge, die von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung besucht werden. Diese Struktur werde nach der Reform nicht mehr aufrecht zu erhalten sein.
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