Mit flotten Sprüchen die Baustelle verschönert

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Flotte Sprüche mit plattdeutschen und französischen Anklängen: Entertainment oder gar Kunst an der Baustelle? Foto: Haas

Die „Stadthöfe“ in der City sollen voraussichtlich 2017 fertig sein

Neustadt Auch im neuen Jahr ist noch kein Ende der Großbaustelle in Sicht. Das Mega-Gebäude-Ensemble „Stadthöfe“ zwischen Bleichenbrücke, Große Bleichen, Stadthausbrücke und Neuer Wall wird großzügig umgebaut. Zusammen mit dem Bleichenhof soll hier auf stolzen 100.000 Quadratmetern ein neues urbanes Innenstadt-Quartier entstehen, mit dem Quantum als Projektentwicklungsfirma Akzente setzt und einen „neuen Premiumstandort innerhalb der City“ schaffen will. Auf der attraktiven Fläche – rar in Innenstadtlage – ist ein Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Büros, einem Hotel sowie einer Gedenkstätte geblant. Das historische Ensemble war als Hamburger Verwaltungssitz zwischen 1888 bis 1916 entstanden. Bis zum Umzug 2013 nach Wilhelmsburg war er zuletzt Sitz der Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung (BSU).
Jetzt soll die historische Bausubstanz teilweise erhalten, aber „revitalisiert“, die vielen Höfe innerhalb der Bebauung belebt werden. Auch die das Quartier umgebenden Straßen werden dann umgebaut und die Gehwege auf bis zu zehn Metern verbreitert. Die Fertigstellung der Stadthöfe dauert allerdings voraussichtlich noch bis 2017. Bis dahin bleiben nur die Fassaden der ehemaligen Stadthöfe hinter einem großen Bauzaun sichtbar. Und Passanten werden mit flotten Sprüchen am Bauzaun begüßt: „Sie hier? Welch Plaisir!“ Oder aufgeklärt: „Ici ist ein Palais im Bau, junge Frau.“ Zuweilen auch getröstet: „Le grand Tüddel ist bald passé.“ Die originellen Werbetexter lassen auch den Faktor Unterhaltung nicht zu kurz kommen und fragen weiter „Ist heut‘ nicht ein formidabler Tag für Fisimatenten?“
Damit setzt die beauftragte Werbeagentur auf die historische Beziehung zwischen der alten Hamburger Amtssprache Plattdeutsch und der auch im Hafen benötigten damaligen Welthandelssprache Französisch. Diese Beziehung bekam zwar während der französischen Besetzung Hamburgs unter Napoleon (von 1806 bis 1814) einen Knacks, brachte aber auch zahllose Termini wie „Fisimatenten“. hervor. Die flotte Ansprache werde beibehalten, mit immer neu kreierten Sprüchen der Werbeagentur, erklärt Quantum-Sprecherin Nicole Düvier. Die französische Herkunft ihres Namens sei allerdings reiner Zufall. (wh)
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