Mit Licht gegen Trinkerszene auf dem Hansaplatz

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Der Hansabrunnen ist als Treffpunkt der Trinkerszene bekannt Foto: Grell

Neues Beleuchtungskonzept soll die Freifläche in St. Georg heller und sicherer machen

Von Karen Grell
St. Georg
Trinker, Drogendealer, Prostituierte – am Hansaplatz treffen sich Menschen, die für ein Bahnhofsviertel gar nicht so unüblich sind. Trotzdem wird immer wieder an der Freifläche herumgedoktert, als könne man aus ihr einen romantischen Platz in italienischem Stil machen. Es gab bereits Ansätze, um den Platz zu beleben. Es wurde ein Wochenmarkt eingerichtet, und jetzt kommt auch noch ein neues Lichtkonzept ins Spiel. „Derzeit ist der Bereich um den Hansabrunnen häufig Treffpunkt der Trinkerszene, die dann durch lautstarkes und übergriffiges Verhalten andere verunsichert und beeinträchtigt, erklärt Norman Cordes vom Bezirksamt Mitte.

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Durch die bessere Ausleuchtung solle der Platz auch bei Dunkelheit übersichtlicher werden und „zwielichtiges Verhalten erschweren“. Solange direkt am Hansaplatz so viel Alkohol ausgeschenkt und verkauft wird, wird sich nach Meinung vieler Anwohner die Lage jedoch nicht verbessern. Mit den neuen Strahlern am Brunnen will der Bezirk mit Falko Droßmann (SPD) an der Spitze dennoch einen neuen Versuch starten, dem Platz Flair zu verleihen. Vier Strahler, die im Boden rund um den Brunnen eingebaut werden, sollen nach den Vorstellungen des Bezirks „das Geheimnis der Dunkelheit“ durchbrechen und für mehr Transparenz und damit mehr Sicherheit sorgen. Eine Belästigung für die Anwohner durch die neue Beleuchtung befürchtet der Bezirk nicht. Die Strahler seien so justiert, dass es keinen zusätzlichen Lichteinfall in die Wohnungen rund um den Platz gebe. In Planung sind zudem seit langem öffentliche Toiletten, die dafür sorgen sollen, dass niemand mehr den Hansaplatz für die Verrichtung seiner Notdurft missbraucht. Nun bleibt jedoch zunächst abzuwarten, ob das neue Lichtkonzept von Erfolg gekrönt sein wird.

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