Mit Pfand für besseres Klima

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Britta König vom WWF wirft mit Tansu Sütcü von der Umweltgruppe die erste Pfandflasche ein Foto: kg

An der Beruflichen Schule Uferstraße werden künftig Pfandflaschen gesammelt – der Erlös geht an den WWF

Hohenfelde Da hatte die Umwelt-AG der Beruflichen Schule Uferstraße eine besondere Idee: Eine selbst gebaute, zweieinhalb Meter große Flasche und eine ebenso überdimensionale Getränkedose aus Holz sollen in Zukunft in der Schule als Sammelbehälter für Pfandflaschen und -dosendienen, die früher oft in der Mülltonne gelandet waren.
Der Pfand-Erlös wird anschließend an den World Wildlife Funf (WWF) gespendet, der damit Projekte zum Schutz des Regenwaldes fördern möchte. „Wir stellen seit langem fest, dass viele Schüler ihre Pfandflaschen einfach in den Müll werfen“, so Lehrer Thomas von Arps-Aubert, der zur Umweltgruppe der Schule gehört. Er hatte dann auch die Idee zu dieser ungewöhnlichen Wertstoff-Sammlung - damit können die Schüler nun etwas Gutes für das Klima zu tun. Seit Einführung des Dosenpfands im Jahre 2003 sei der Anteil verkaufter Mehrwegflaschen gesunken und liege heute deutlich unter dem von Einwegpfandflaschen, so Britta König vom WWF: „Unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung ist das eine ungünstige Entwicklung.“
Rund fünf Prozent allen Pfandgutes würden nicht wieder zurück gebracht - so verschwänden jährlich 200 Millionen Euro im Müll: „In deutschen Schulen wird so mehr als eine Million Euro im Jahr schlicht vernichtet“, schätzt Thomas von Arps-Aubert. Er hofft nun, die Idee „Pfand fürs Klima“ könne Nachahmer finden. Der gelernte Tischler hat die beiden Mega-Behältnisse mit seiner Klasse gebaut und hofft nun auf Sponsoren, die auf den Sammelbehältern werben und die Aktion finanzieren. (kg)
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