Mütter ehrenhalber

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Ein starkes Team: „Wellcome-Engel“ Irmtraut Hein (l.), Moritz und seine Mutter, Sylvia Nikolai Foto: wb

Initiative Wellcome betreut jetzt auch in der Hafencity junge Familien

HafenCity Das Baby ist da, die Freude groß, doch die junge Mutter ertrinkt im Chaos. So sieht es oft in Familien aus, vor allem wenn schon eines oder mehrere Kleinkinder da sind. Die ersten Monate nach der Geburt sind eine große Umstellung für die Eltern und nicht alle haben das Glück, auf die Unterstützung der Großeltern oder anderer Familienmitglieder zurückgreifen zu können. Ein breites Einsatzfeld für die Initiative „wellcome Hamburg-Hafencity“ und ihre ehrenamtlichen „wellcome-Engel“ wie Irmtraud Hein (66).

Ein Jahr lang Hilfe


„Ich habe keine eigenen Kinder“, sagt die ehemalige Versicherungsangestellte, „aber mir macht es großen Spaß, mit Kindern etwas zu unternehmen, mit ihnen zu spielen. Und als Rentnerin habe ich ja Zeit, den ganzen Tag nur faulenzen oder fernsehen, das ist nichts für mich.“ Ein- bis zweimal in der Woche hilft Irmtraut Hein der jungen Mutter Sylvia Nikolai (34) – und zwar bis der kleine Moritz im April ein Jahr alt wird. So ist es bei der Initiative „wellcome“ üblich, die in der Hafencity und in anderen Hamburger Stadtteilen aktiv ist. Die Rentnerin passt auf Moritz und seinen älteren Bruder Robert auf, während Sylvia mal in Ruhe einkaufen geht, einen Arzttermin wahrnimmt oder die Hausarbeit macht.
„Ich finde es ganz toll, dass Irmtraud mir hilft“, sagt Sylvia Nikolai, „so kann ich mich zum Beispiel auch mal nur um den Großen kümmern, ihn zum Beispiel allein vom Kindergarten abholen – und die Kinder lieben Irmtraud, wenn sie kommt, dann lachen sie immer und freuen sich.“
Der Alltag mit „wellcome-Engel“ ist eindeutig entspannter, Mutter und Kind profitieren gleichermaßen. Und der Engel selbst ist auch zufrieden: „Ich habe nach dem Berufsleben meine Mutter betreut, sie ist 94 Jahre alt geworden. Jetzt wollte ich unbedingt ein Ehrenamt mit Kindern machen, es ist so schön zu sehen, wie sie sich entwickeln. Es kommt so viel zurück“, sagt Irmtraud Hein, „Freude und Dankbarkeit“.

Hilfsgruppe im Aufbau


Hein ist einer von fünf ehrenamtlichen „wellcome-Engeln“ in der Hafencity, die gemeinsam mit ihrer Koordinatorin, der Kindheitspädagogin Cora Putzke, den Familien vor Ort helfen. „Wir sind noch im Aufbau“, erklärt die Koordinatorin, in der Regel sind rund 15 Ehrenamtliche für einen wellcome-Standort im Einsatz, „wir können gut noch Unterstützung gebrauchen, auch Spenden sind natürlich willkommen.“
Zum Einsatzgebiet gehören auch St. Georg, die Altstadt und die Neustadt. Das Büro ist in der Kita am Dalmannkai. Cora Putzke war selbst wellcome-Engel, hat ein kleines Kind und betreut jetzt die Ehrenamtlichen von „wellcome“ in der Hafencity. „Wir legen Wert darauf, dass die Ehrenamtlichen professionell begleitet werden, sie können jederzeit mit ihren Fragen zu uns Koordinatoren kommen“, sagt Putzke.
Nach drei Monaten bekommt der oder die Ehrenamtliche ein neues Kind zugeteilt und wird dort zum hilfreichen Engel, eben zum „wellcome-Engel“. (sh)

Weitere Informationen: wellcome, in der ev. Kita St. Katharinen, Am Dalmannkai 14. Do 16-18 Uhr, 64 66 10 20. Mail: hamburg.hafencity@wellcome-online.de
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