Nabu fordert Schutz für Meere

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Sieben von der Besatzung des Segeltörns „NABU macht Meer“ vor dem Segler „Ryvar“. Expeditionsleiter Dr. Kim Cornelius Detloff (vierter v. l.) berichtet von dem Törn Foto: Hanke

Umweltschützer berichten nach Forschungsreise auf Nord- und Ostsee

HafenCity Die Verschmutzung der Meere nimmt zu und verändert den Lebensraum von deren Bewohnern. Nicht nur in fernen Ozeanen sorgen Plastik, Kunststoff und Co. für beängstigende Veränderungen. Auch in Nord- und Ostsee, direkt vor unserer Haustür, sind bedenkliche Entwicklungen zu beobachten. Davon konnte die Besatzung des Seglers „Ryvar“ kürzlich berichten, der im Sandtorhafen festgemacht hatte. Die „Ryvar“ war zehn Tage lang im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu) in Nord- und Osteee unterwegs, um die beiden Meere auf Vermüllung und Schadstoffe zu untersuchen. 250 Seemeilen war man unterwegs, sechs Häfen wurden angelaufen. „Nabu macht Meer“ lautete der Name der Aktion, als deren Ergebnis der Naturschutzbund einen raschen Kurswechsel in der Meerespolitik fordert. Die Hälfte der Meeresschutzgebiete darf nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden und es muss eine Meeresschutzbehörde aufgebaut werden. Das sind die wichtigsten Forderungen des Nabu nach dieser Reise. Nach der Ankunft der Umweltschützer geriet Staatsrat Wolfgang Michael Pollmann aus der Umweltbehörde unter Druck, der auf die Frage, warum seine Behörde nicht konsequenter gegen die Wasserverschmutzung im Hamburger Hafen vorgeht, von Interessenabwägung und „Gleichgewicht erzielen“ sprach. Der Nabu-Leiter Meeresschutz, Dr. Kim Cornelius Detloff: „Das ist eine der größten Naturregionen der Welt mit rund 12 Millionen Seevögel.“ Die es zu bewahren gilt. (ch)

Weitere Infos: NABU - Naturschutzbund Deutschland
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 30.08.2017 | 10:12  
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