Naturschützer uneins bei Olympia

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Manfred Braasch (l.) und Paul Schmid vom Bund mit Sitz in der Langen Reihe, sagen Nein“ zu Olympia in Hamburg Foto: Grell

Am 29. November können die Hamburger abstimmen

St. Georg/City Am 29. November haben alle wahlberechtigten Hamburger die Möglichkeit bei einem Referendum über die Bewerbung für die Olympischen Spiele abzustimmen. Die Meinungen dazu gehen auseinander, auch bei den Umweltverbänden. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (Bund) sagt klar „Nein“, der Naturschutzbund (Nabu) „Ja, wenn…“.
Während Hamburgs Nabu-Vorsitzender Alexander Porschke, von 1997 bis 2001 Grünen-Umweltsenator in der Senatsmannschaft von Bürgermeister Ortwin Runde (SPD), gemeinsam mit Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann eine Erklärung zu nachhaltigen Olympischen und Paralympischen Spielen unterzeichnete, lehnte Bund-Chef Manfred Braasch in der vergangenen Woche in einer Erklärung die Spiele als „nicht umweltverträglich“ ab. Noch vor zwei Wochen hatte Nabu-Vorsitzender Porschke gefordert, dass „zumindest im begleitenden Text zum Referendum eine ‚Ausstiegsklausel‘ formuliert wird. Davon ist in der jetzt unterzeichneten Erklärung nicht die Rede. Porschke, Scholz und Hörmann vereinbarten allgemein, „die negativen Umweltauswirkungen des sportlichen Großereignisses möglichst zu vermeiden bzw. weitestgehend zu minimieren und den verbleibenden Saldo angemessen auszugleichen“. Bemerkenswert ist, dass im Fall eines positiven Referendums explizit der Nabu der Konsultationspartner der Stadt werden soll.
Laut Bund bleiben dagegen „sowohl aus finanzieller als auch aus ökologischer Sicht zu viele Fragen unbeantwortet“, so Landesgeschäftsführer Manfred Braasch.
Damit die Abstimmung gültig ist, müssen sich mindestens 259.883 Hamburger beteiligen. Entscheidend ist, ob Ja- oder Nein-Stimmen überwiegen. (kg)
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