Neuer Glanz für Gänsemarkt

Anzeige
„Die Planung ist noch völlig offen. Alles ist möglich“, sagt Brigitte Engler, Geschäftsführerin vom City Management. Im Gespräch sind Brunnen, Licht oder Geräuschinstallationen.Foto: hfr/mt

Passagen und Platz sollen saniert werden

City. Wer auf dem Gänsemarkt steht und in Richtung Passagen schaut, der hat besonders an Sonntagen, an denen keine Veranstaltungen stattfinden, ein recht guten Überblick über das alte Kopfsteinpflaster. Rechts steht ein klappriges Mofa an einen klobigen Zementpoller gelehnt, links ziehen sich, vom Sitzen abgescheuert, Bänke hin bis zur Bushaltestelle. Unter den Füßen prangt das alte Pflaster, das an vielen Stellen durch Teer ersetzt wurde. Löcher sind hier in den vergangenen Jahren scheinbar einfach mit schwarzem Asphalt zugeschmiert worden. Gleich hinter der Staatsoper, kurz vom Jungfernstieg, ist dieser Platz kein wirkliches Prunkstück mehr für eine Touristenstadt wie Hamburg. „Der Jungfernstieg ist wunderschön“, schwärmt eine Familie aus München, „dieser Platz hier könnte besser aussehen“, so die Meinung der Touristen aus dem Süden.
Doch auch andere Stimmen zeigen, dass der Gänsemarkt mit seinem momentanen Gesicht ein Flair ausstrahlt, das vielen Hamburgern bekannt ist, schon aus Kindheitstagen.
„Die Bänke, die könnten vielleicht durch neue ersetzt werden, aber das Pflaster, das sieht so schön alt aus“.
Fakt ist dennoch, das sich jetzt ein Business Improvement District (BID) zusammengefunden hat aus etwa 30 Eigentümern, die sich nun um eine Verbesserung des Gänsemarktes kümmern wollen. Das englische Wort BID steht dafür, dass Verbesserungsmaßnahmen für ein Quartier von den Grundbesitzern auf weitgehend freiwilliger Basis finanziert werden.
Schon das erste Treffen zeigte, berichtet der Centermanager der Gänsemarktpassage Michael Robatzek, dass hier viele Ideen zusammenkommen werden und eine Sanierung des Platzes von allen Seiten erwünscht ist. Von heute auf morgen wird das allerdings nicht klappen, so der Centermanager, der mit ein bis zwei Jahren von der ersten Idee bis zum Abschluss rechnet. „2014, wenn die Stadt ihre Maßnahmen für das neue Busbeschleunigungssystem am Gänsemarkt umsetzt, könnten die Verschönerungsarbeiten beginnen“, sagt Brigitte Engler, Geschäftsführerin vom City Management, die der Umgestaltung optimistisch entgegen sieht.

Geplante Neuerungen

Doch schon vorher wird im Quartier kräftig gearbeitet. So wird die Einkaufspassage von Ingeburg Herz völlig entkernt. Die Technik ist nicht mehr zeitgemäß, wie das Hamburger Abendblatt berichtete.
Unter den Ideen für die geplanten Neuerungen stehen die Möglichkeit einer Sanierung des Kopfsteinpflasters und neue Beleuchtung ganz oben auf der Liste. Der neue Belag könnte vom Material her so gestaltet sein, dass der Kunde sofort erkennt, welche Bereiche der Innenstadt zusammengehören. Mit der Umgestaltung des Gänsemarktes wäre das nicht die erste Sanierung im Umfeld.
Der Boulevard vor der Oper wurde bereits komplett neu hergestellt und auch die umliegenden Straßenzüge wie die Poststraße und die ABC-Straße wollen mitziehen, wenn das Quartier am Gänsemarkt verschönert wird. (kg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige