Neues Gewand fürs Hafenamt

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Das Alte Hafenamt ist ein Kontrapunkt zu seiner modernen Umgebung. Im Hintergrund ist der Cinnamon Wohnturm zu sehen Foto: Hörmann

Weiterer Ableger der Hotelkette „25hours“ öffnet seine Tore im Überseequartier

HafenCity Der Bauzaun ist verschwunden, jetzt wird nur noch an einigen kleinen Baustellen gewerkelt. Der neue Ableger der Hotelkette „25hours“ hat seine Tore geöffnet, zunächst noch ganz still, die offizielle Eröffnung ist für April geplant. „Das alte Hafenamt ist das älteste Gebäude der Hafencity“, verkünden die Hotelbetreiber stolz und tatsächlich: Das Haus wurde 1885 auf dem Grasbrook im entstehenden Freihafen errichtet, zunächst als Amt für Strom- und Hafenbau. 2001 stellte die Behörde es unter Denkmalschutz, alles im Umkreis wurde im Zuge der Entstehung der Hafencity abgerissen. Nur das alte Hafenamt blieb. Ein roter Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, architektonisch hübsch anzusehen, aber das besondere Flair des Hauses entsteht durch den Kontrast zu seiner direkten Nachbarschaft: die Neubauten der Hafencity. Ursprünglich war für das Hafenamt eine Nutzung als Markthalle vorgesehen, aber die Investoren konnten sich über die konkrete Umsetzung nicht einigen; auch der Denkmalschutz hatte Bedenken, denn das Gebäude sollte in dieser Planung komplett entkernt werden. Schließlich hat ein Privatkonsortium um den Immobilienentwickler Jürgen Groß und den Hotelentwickler Kai Hollmann das historische Gemäuer gekauft und daraus einen neuen Ableger der erfolgreichen Hotelkette gemacht. Das Team von „25hours“ Altes Hafenamt hat es verstanden, so viel wie möglich vom Charme des alten Gebäudes zu erhalten und trotzdem den Komfort eines modernen Luxushotels zu bieten. 49 Zimmer, jedes anders, denn dem Grundriss des Hauses musste Rechnung getragen werden. Ganz einfach war der Umbau nicht, so hatte zum Beispiel der Bau der Tiefgarage unter dem Hafenamt Risse im Mauerwerk verursacht. Im Hochdruckinjektionsverfahren müssten zunächst die Fundamente stabilisiert werden. „Das Gebäude hat ja schon fast 130 Jahre auf dem Buckel“, sagt Hotelentwickler Kai Hollmann. Hübsch ist zum Beispiel, dass die alten Türen des ehemaligen Amts eine neue Karriere als Bettrücken starten – oder die alten Heizungen, die jetzt die Rezeption schmücken. Viele Details, die Spaß machen, Touristen wird es freuen und das Überseequartier hat eine neue Attraktion. (sh)
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