Neues Integrations- und Familienzentrum für St. Georg

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Petra Thiel und Tilman Krüger sind das Leitungsteam des Schorsch, das rechtzeitig nach Lösungen für die Bauphase suchen wird

Altes Haus ist marode. Abriss und Neubau ab Sommer 2014

St. Georg. Der Stadtteil bekommt im nächsten Jahr ein neues Familienzentrum. Wo heute am Kirchenweg 20 noch das Schorsch steht, wird abgerissen und neu gebaut. Beginn der Arbeiten soll nach den aktuellen Plänen der Sommer 2014 sein. Nach einer dann folgenden anderthalbjährigen Bauphase steht Ende 2015 das neue Objekt mitten im Viertel. Ein wenig traurig sind die Jugendlichen von heute schon, wenn sie daran denken, dass ihr geliebtes Schorsch nicht mehr sanierbar ist und „einen Abgang machen muss“, aber die Freude auf die neuen Räume, die überwiegt auf jedem Fall. „Wir brauchen Tanzräume, eine große Küche und einen Ruheraum“, wissen Selma, Elvan und Celin schon heute und für 10 Millionen, die das neue Haus mit dem Familien- und Integrationszentrum, Wohnungen für junge Menschen und dem Haus der Jugend ungefähr kosten soll, wird da bestimmt genug Geld übrig sein, um auch Nihans Wunsch für die Zukunft zu erfüllen:

Erweitertes Konzept

„Jeden Tag in einem Raum tanzen können, das wäre mein absoluter Traum.“ Das Konzept für das neue Schorsch soll in dem entstehenden Gebäude sowohl Krisenwohnungen für junge Menschen und Azubi-Wohnungen unterbringen, der Aids-Seelsorge Platz geben und einen tollen Ort für junge Menschen und ihre Bedürfnisse in der Freizeit bieten. Petra Thiel, die Leiterin des Schorsch, hat jetzt einen Fragebogen erarbeitet, in dem die Jugendlichen, deren Familien und Gruppen, die das Haus nutzen, mitreden dürfen über die spätere Gestaltung.“Wo genau der Kicker stehen wird und wie der Tanzraum ausgestattet werden soll, das wird dann natürlich erst viel später beschlossen“, so Petra Thiel, die zunächst froh ist, das die Pläne, die Architekt Martin Streb ausgearbeitet hat, so perfekt zum neuen Schorsch passen. „Alles wird viel strukturierter, als bisher“. Statt des großen offenen Treppenhauses, in dem man heute im Erdgeschoss hört, wenn im zweiten Stock der Ball in den Kicker fällt, soll es viel mehr abtrennbare Bereiche geben. „Wir wollen offene Begegnungsflächen, aber auch mehr Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen, die beides brauchen“, ergänzt Tilman Krüger, der stellvertretende Leiter am Ort. Wieder soll es einen großen Gemeinschaftsraum mit einem Café geben, viele Sporträume, die auch von Gruppen im Stadtteil genutzt werden können, und kleine Gruppenräume, die für Beratungen geeignet sind. „Wir freuen uns sehr auf das neue Haus“, so das Leitungsteam.

Zwischenlösung nötig

Wie die Zeit zwischen Abriss und Neubau überbrückt wird, ist noch nicht genau geplant, sicher aber ist, dass fast alle Aktivitäten dann auf andere Räumlichkeiten im Viertel ausweichen werden. „Zur Not gehen wir auch in Container und gruppieren uns rund um die Baustelle“, so Petra Thiel, die den Jugendlichen verspricht, dass es auf jedem Fall weitergeht, auch während der Bauphase. (kg)
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