Nobel leben hinter historischen Fassaden

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„Sie hier? Welch’ ein Plaisir!“. So grüßen die Stadthöfe Foto: Hanke

Die neuen Stadthöfe sind noch „verpackt“ – aber hinter der Verkleidung wird gebaut. Fertigstellung Ende 2017

Von Christian Hanke
City
Noch ist kaum etwas von ihnen zu sehen, von den künftigen Stadthöfen an der Stadthausbrücke. Sie sind wie vom „Verpackungskünstler“ Christo eingepackt, beziehungsweise durch einige Fenster schaut man ins Freie. Da steht nur noch die Fassade. Fast verdeckt von großen durchsichtigen Sprüchen: Sie hier? Welch' Plaisir! Der Rohbau dieses riesigen Bauprojekts mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Quadratmetern ist fast fertiggestellt. Einzelhandel, Wohnen, Büros, Gastronomie und ein Boutique-Hotel werden um drei Höfe herum und am Alsterfleet entlang verteilt, so dass ein neues urbanes Quartier ensteht. Die Höfe werden, so Investor Quantum, „durch neue und historische Passagen und Durchgänge verbunden und charaktervoll gestaltet sein“. Verbindungen werden zum Neuen Wall und zu den Großen Bleichen geschaffen. Rund 100 Wohnungen sind hier vorgesehen – hinter historischen Fassaden mit luxuriösen Raumhöhen „in Kombination mit modernem Wohnkomfort“. Eine Gedenkstätte wird nicht fehlen, die an die Geschichte des 1888 bis 1916 enstandenen Gebäudekomplexes erinnert, der für die Hamburger Verwaltung gebaut wurde. Zuletzt beherbergte er bis 2013 die Stadtentwicklungsbehörde. Während des Dritten Reiches hatte Hamburgs Gestapo hier ihren Sitz. Derzeit werden die Dächer errichtet, die Fassaden saniert und neue Fensterelemente eingebaut. Die Stadthausbrücke vor der Großbaustelle bleibt eingeschränkt befahrbar – noch bis Ende des kommenden Jahres. Im nächsten Jahr sollen die Stadthöfe fertiggestelt sein.
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