Palast-Besuch in Pompeji

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Heute stehen von der „Casa del Citarista“ in Pompeji nur noch die Außenmauern, doch der Palast und seine Schätze erwachen im Bucerius Kunst Forum zu neuem Leben Foto/Repro: Hörmann

Schau im Bucerius Kunst Forum versetzt Publikum ins Jahr 79 zurück

Hamburg. Es war eine Katastrophe biblischen Ausmaßes im Jahre 79 nach Christus, der wir heute schönste antike Fresken verdanken: Wandmalereien mit Bildern mythischer Liebespaare, schwebender Göttergestalten und Gartenszenen aus einem der größten Stadtpaläste Pompejis – in hervorragendem Erhaltungszustand, konserviert durch den Ausbruch des Vesuvs und den Untergang der Städte Pompeji und Herculaneum. Ein entsetzliches Chaos mit Tausenden von Toten, so beschreiben Experten die Katastrophe heute. Erst im 18. Jahrhundert wurde damit begonnen, die versunkenen und vergessenen Städte auszugraben – ein gigantisches Projekt, das im 19. Jahrhundert fortgeführt wurde und Jahrzehnte die Archäologen beschäftigte. Pompeji wurde mit jedem abgetragenen Meter Vulkanasche und Schutt mehr zu einer Schatzkiste für die Forscher. Einer der Paläste, die damals ausgegraben wurden, ist jetzt im Bucerius Kunst Forum quasi zu neuem Leben erweckt worden. Die „Casa del Citarista“, benannt nach einer dort gefundenen Bronze-Statue des Apollon, die ihn, so glauben die Archäologen, beim Spielen des antiken Saiteninstruments Kithara zeigt. Gelebt hat in der „Casa del Citarista“ die Familie der Popidier, sie gehörte zu den wohlhabendsten Familien Pompejis. Ihr Stadtpalast, eingebettet in eine Ladenzeile im Zentrum, hatte 2700 Quadratmeter.

Räume und Statuen in Originalanordnung

Das Besondere der Ausstellung im Bucerius Kunst Forum: Der Besucher betritt mit dem Ausstellungsraum den Palast, wie er damals ausgesehen hat, mit Räumen und Säulen und den Bilder und Statuen an den entsprechenden Fundorten. Was an Räumlichkeiten fehlt, wird durch Fototapeten ergänzt. Man ist zu Besuch bei den Popidiern, kann durch die Räumlichkeiten schreiten und die Porträts der Bewohner, ihren Schmuck und die Gemälde bewundern. (sh)
bis 11. Januar, tgl. 11-19 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2. (8/erm. 5 Euro)
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