Rechte Parolen am Parteibüro

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Wolfgang Rose vom Abgeordnetenbüro im Stadtteil Uhlenhorst ist entsetzt über so viel Hass Foto: Grell

SPD-Politiker schockiert über Nazi-Jargon – Anzeige gegen Schmierfinken erstattet

Uhlenhorst „Als feige und absolut inakzeptabel“ bezeichnete Wolfgang Rose vom Abgeordnetenbüro der SPD im Stadtteil Uhlenhorst die rechten Schmierereien, die er in der vergangenen Woche am Fenster seines Büros vorfinden musste. Wer anderer Meinung ist, der solle mit seinen Mitmenschen ins Gespräch kommen und sich nicht durch nächtliche Nazi-Parolen an Fenstern bemerkbar machen, so der Politiker. „Volksverrat“ sei dann auch ein aus der Nazi-Zeit gewähltes Wort und basiere auf rechter Gesinnung. Quer über ein Plakat, das Rose ins Schaufenster gehängt hat, um eine Veranstaltung der Kirchengemeinde anzukündigen, die sich intensiv um Flüchtlinge kümmert, prangt jetzt das in roten Großbuchstaben geschriebene Wort „Volksverrat“. Direkt darunter entdeckte der SPD Politiker auch noch zwei Aufkleber. Einer davon zeigt eine Internetadresse an, die der Pegida-Bewegung angehöre, der andere betont „Rapefugees not welcome“ und zeigt eine Horde wütender Menschen, die mit Stöcken in den Händen einen Hilfesuchenden in die erneute Flucht schlagen. Wolfgang Rose und sein Mitarbeiter Sönke Klages sind über so viel offenkundigen Hass einfach entsetzt. „Hier in Uhlenhorst hat es bisher sehr viel Unterstützung bei der Betreuung von Flüchtlingen gegeben“, so der SPD Politiker. Zwar habe er auch schon von Kollegen aus anderen Stadtteilen von Schmierereien gehört, diese selber aber bisher in seinem Viertel nicht erlebt. Wolfgang Rose will diesen Zwischenfall öffentlich machen. Er hat die Straftat angezeigt, will den Schriftzug aber noch für ein paar Tage am Fenster belassen, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Mit einem eigenen Kommentar, den er direkt unter den Schriftzug ausgehängt hat, will Rose ein Zeichen setzen und möchte so auch die Meinung der Nachbarn hören. In ein paar Tagen wird die Schmiererei dann aber entfernt.
„Wir sind sehr froh“, so Wolfgang Rose, „dass die Hamburger durch hohen ehrenamtlichen Einsatz in der Flüchtlingspolitik ihre große Hilfsbereitschaft gezeigt haben“. Gegen die Schmierereien will er sich auf jeden Fall zur Wehr setzen. „Solche Straftaten sind keine Banalitäten und dürfen nicht zur
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