Recycling für den guten Zweck

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Annika, Frederik, Adeline und Lauri haben gebrauchte Handys gesammelt, um damit geflüchteten Menschen zu helfen Foto: Grell

Schüler aus St. Georg sammeln alte und gebrauchte Handys

Karen Grell
St. Georg
Alte Handys, die unmodern geworden sind, landen meist im Elektroschrott oder in der Schublade. Ein riesiger Goldschatz mit einem Wert von mehreren Milliarden Euro liegt aber in diesen vergessenen Geräten versteckt. Smartphones funktionieren nämlich nur mit wertvollen Mineralien wie Gold und Coltan. Alleine in Deutschland gibt es circa 100 Millionen alte und ungenutzte Mobiltelefone. Hamburgs katholische Schüler setzten deshalb jetzt ein Zeichen für die sinnvolle Wiederverwertung dieser Altgeräte: Mit zwei „Wochen der Gold-Handys“ sammelten die Kids gebrauchte Mobiltelefone, um damit Gutes zu tun. Annika (8) und Adeline (8) zeigten sich sichtlich erstaunt: „Gold hätten wir in den Smartphones jetzt wirklich nicht vermutet.“ Der Termin für die Sammelaktion wurde ganz gezielt ausgewählt und fand parallel zur Internationale Funkausstellung in Berlin statt, wo die neuesten elektronischen Produkte präsentiert werden. „Auch andere Altgeräte sind noch Gold wert“, weiß Lauri, der fleißig nach alten Handys Ausschau gehalten hat. So enthalten auch die herkömmlichen Handys noch jede Menge Edelmetalle. Mit dem Erlös aus der Sammelaktion wollen die Schüler die Arbeit des Hilfswerkes „missio“ unterstützen. Missio fördert mit dem Geld gezielt Menschen im Kongo, die aufgrund der tobenden Rohstoffkriege aus ihrer Heimat vertrieben wurden. „Das finden wir ganz toll“, so der Kommentar der Domschüler. Müll einsammeln und damit helfen, „besser geht es doch gar nicht“.
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