Rosen und Komplimente

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Schüler der Katholischen Bonifatiusschule und der Ilse-Löwenstein-Schule verteilten Rosen und Komplimente Foto: Grell

Mit Humor für eine bessere Welt

City Diese Aktion war nicht alltäglich: Schüler der Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg und der Barmbeker Ilse-Löwenstein-Schule haben gemeinsam mit ihren Austauschschülern aus Bosnien und Herzegowina einen Smartmob umgesetzt: eine Form des Flashmobs mit politischer Botschaft und das mitten in der Mönckebergstraße. Die Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren machten die Passanten in kreativer Form darauf aufmerksam, wie wichtig das persönliche Engagement jedes Einzelnen für die Gesellschaft ist. Bei jeweils 10-minütigen Aktionen unter dem Motto „Jeder kann die Welt ein Stückchen besser machen“ gab es Kunst, Musik und andere Überraschungen. Der Fokus der Schüler beider Stadtteilschulen lag darin, mit den Vorbeilaufenden ins Gespräch zu kommen, sie für einen kurzen Moment in ihrem Alltag zu unterbrechen und ein Zeichen zu setzen für die Chance und die Möglichkeiten, die Welt ein wenig zu verbessern. Die Gruppe „Free Hugs“ verschenkte Komplimente und Rosen an Vorbeilaufende, die gerade hektisch auf dem Weg zum nächsten U-Bahnhof unterwegs waren. „Ich mag dich“ oder „Du siehst gut aus“ sprach zwar viele an, mit dem Verschenken der Rosen hatten es die Schüler dann aber nicht ganz so leicht. „Es gibt hier in der Innenstadt ganze Banden, die mit dem Verschenken der Rosen Geld machen wollen“, erklärt Marie Elf, die sich von diesen Gruppen permanent belästigt fühlt. So sind es an diesem Tag auch nur wenige, die eine der roten Rosen nehmen. Die Komplimente hingegen entlockt den meisten zumindest ein dankendes Lächeln. Leicht ist es nicht, die Aufmerksamkeit der Hamburger zu gewinnen, doch die Schüler sind sich sicher, dass Humor auf jeden Fall der richtige Weg ist, um eine Botschaft zu hinterlassen. (kg)
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