Schutz vor Aids aus Hamburg

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Doreen Friede und Liam Guci unterstützen das Projekt „Mein Hamburg Kondom“ Foto: Grell
Hamburg: Lange Reihe 30-32 |

Berater der Aids-Hilfe Hamburg bauen Aufklärung für Flüchtlinge aus

Von Karen Grell
Hamburg
Das Projekt „Mein Hamburg Kondom“ wurde bereits 2012 von der Aids-Hilfe Hamburg initiiert und damals vom Bezirk Mitte angeschoben. „Heute wird das Präventionsprogramm von Sponsorengeldern getragen“, erklärt Rainer Lützow von der Aids-Hilfe mit Sitz in der Langen Reihe in St. Georg. Ziel ist es, Hamburger zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen an Kondome zu erinnern und diese auch kostenlos zu verteilen. Dabei setzt das Konzept auf eine Sensibilisierung durch offene und lockere Gespräche, „ohne den erhobenen Zeigefinger zu demonstrieren“, so Lützow. Neben den Schulen und Jugendeinrichtungen gehen die Teamleiter jetzt auch verstärkt in Flüchtlingsunterkünfte, in denen vor Allem junge Männer leben, um dort Aufklärung zu leisten und auch die Werte in der Gesellschaft in Deutschland zu vermitteln. „Unsere Teamer sind idealerweise nie sehr viel älter als die Zielgruppe“, erklärt Lützow. Dadurch sei die Akzeptanz groß. Um das Projekt überhaupt umsetzten zu können, muss immer wieder die Finanzierung gesichert werden. Unter dem Motto „Kommen Sie an Bord“ hat sich die Aids-Hilfe deshalb etwas Besonderes einfallen lassen: Auf der Rückseite der Faltverpackung des Hamburg-Kondoms, können Firmen oder Institutionen ihre Werbung drucken lassen. Der Erfolg der Aktion stellte sich bereits nach dem Start zum 824. Hafengeburtstag ein, berichten die Mitarbeiter, die in der ganzen Stadt mit dem Präventionsprogramm unterwegs sind. Etwa 2.000 Jugendliche werden bei den Aktionen in Schulen und in den eigenen Räumen angesprochen. Für die zusätzlichen Jugendlichen unter den Einwanderer wurden allein in St. Georg fünf neue Stellen besetzt. „Wir suchen allerdings immer noch neue Mitarbeiter, die auf Honorarbasis das Projekt unterstützen“, erklärt das Team der Institution. Doreen Friede (37) und Liam Guci (16) gehören zu den Helfern, die vor Ort Aufklärung leisten und Fragen beantworten. Das Hamburg-Kondom liegt auch kostenlos in verschiedenen Einrichtungen aus, damit auch diejenigen, denen der Kauf vielleicht zu teuer ist, sich entsprechend schützen können. Firmen, die sich als Sponsoren engagieren möchten, können sich an die Aids-Hilfe wenden.

Aids-Hilfe Hamburg, Lange Reihe 30-32, Telefon 235199-39, weitere Infos: www.hamburg-kondom.de
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