Seeler beim Blindenfußball

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Blindenfußball auf dem Rathausmarkt zwischen dem FC St. Pauli und VfB Gelsenkirchen Fotos: Hoyer

Hamburgs Fußball-Ikone lobt Event auf dem Rathausmarkt

City. Was war da los auf dem Rathausmarkt? Diese Frage stellten sich viele Passanten am vergangenen Sonnabend. Vor dem Rathaus im Herzen der Stadt wurde Fußball gespielt! Auf einem 20 mal 40 Meter großen Kunstrasenfeld wurde sogar ein Bundesligaspieltag ausgetragen. Die Blindenfußball-Bundesliga war in Hamburg zu Gast. Seit 2008 spielen auch blinde und sehbehinderte Fußballspielerinnen und Fußballer eine Bundesliga aus. Sieben der neun Teams traten an, darunter auch eine Mannschaft aus Hamburg, der FC St.Pauli. Vier Spiele wurden vor der Rekordkulisse von 300 bis 400 Zuschauern ausgetragen. „So viel Publikum hatten wir noch nie“, schwärmte Dennis Grädtke vom Deutschen Behindertensportverband, einem der drei Organisatoren der Blindenfußball-Bundesliga neben der Sepp-Herberger-Stiftung und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband.
Zweimal 25 Minuten spielen die blinden und sehbehinderten Kicker in einem Spiel mit einem Ball, in dessen Inneren sich eine Rassel befindet. So ist der Ball zu hören. Vier Feldspieler und ein Torwart bilden im Blindenfußball eine Mannschaft. Der Torwart darf sehen. Zwei Schiedsrichter leiten das Spiel.
Uwe Seeler zeigte sich von Einsatz und Technik der blinden Kicker beeindruckt. Als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung besuchte er die Spiele ebenso wie Ex-Staatssekretär Thomas Härtel vom Deutschen Behindertensportverband. Und die Spiele? Nicht so erfolgreich aus Hamburger Sicht. Der FC St. Pauli erzielte ein 0:0-Unentschieden gegen den VfB Gelsenkirchen und verlor gegen die SG Berlin/Braunschweig. Spitzenreiter der Bundelsiga ist nach zwei Siegen auf dem Rathausmarkt nun der MTV Stuttgart. (ch)
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