Spende von Max Läufer

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Pastor Gunter Marwege wurde spontan zum Feinkost-Laden Läufer gebeten. Dass ihn hier ein Scheck von Max Läufer für die Suppenküche erwartete, davon wusste er bis zur Übergabe gar nicht Foto: Grell

Ein Stadtteil hilft sich selbst

St. Georg. Im Bahnhofsviertel St. Georg ist nicht nur der Protest groß, wenn alteingesessene Läden vor dem finanziellen Aus stehen, es ist wohl auch der Stadtteil, mit einer der größten Solidaritätstaten überhaupt.
So war es auch für den Feinkostladen Läufer selbstverständlich einen durch eine Tombola erwirtschafteten Betrag zum Anlass des 50-jährigen Bestehens, sofort an eine soziale Einrichtung in St. Georg zu spenden. Die Suppenküche und Pastor Gunter Marwege freuen sich über 2700 Euro, die der Suppenküche zu Gute kommen sollen.
„Brötchen gab es immer schon von Max Läufer“, erinnert sich der Pastor, der zusammen mit Kay Kraack die Gemeinde leitet. Mit diesem Geld können die Ehrenamtlichen, die in der wöchentlichen Suppengruppe aktiv sind, nun noch etwas größere Brötchen backen. Immer freitags kommen die Obdachlosen und bedürftigen Menschen aus der Region zur warmen Suppe in den Gemeindesaal. „Leider werden es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die unsere Hilfe brauchen“, bedauert Marwege die wirtschaftliche Entwicklung. Umso mehr freut sich die Suppengruppe deshalb über das Engagement im Viertel, in dem man sich noch untereinander beisteht. Wie viele andere Institutionen auch, ist die Suppenküche auf Spenden angewiesen, um überhaupt existieren zu können. Die Suppen werden von den großen Hotels nahe der Alster geliefert, die Brote und anderen Mitgaben für die Bedürftigen ebenfalls aus Spenden zusammengetragen. „Wir sind den Menschen im Stadtteil sehr dankbar“, so Gunter Marwege, der noch am Freitagabend kurz vor dem Wochenende, mit dem großzügigen Scheck spontan überrascht wurde. „Um fünf Minuten vor sechs sollte ich vor dem Laden eintreffen und hatte nicht die geringste Ahnung, worum es überhaupt ging“, so der Pastor der Gemeinde St. Georg. Das macht das Viertel um den Hauptbahnhof herum aus: „Spontane Hilfe, wo sie gebraucht wird, ist hier noch selbstverständlich.“ (kg)
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