St. Georg: Brennpunkt Hansaplatz

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Der Hansaplatz steht immer wieder im Fokus der Diskussionen. Nach dem Mord an einer Prostituierten geht es wieder um die Sicherheit am Platz Symbolfoto: thinkstock
Hamburg: Hansaplatz |

Trotz viele Konzepte und Ideen: Der Platz bleibt ein Dauerthema. Fehlende Sicherheit und Sauberkeit, auch nach dem Prostituierten-Mord, werden bemägelt

St. Georg So manchem Anwohner im Stadtteil St. Georg geht das Dauerthema Hansaplatz schon ziemlich auf die Nerven. Mal ist es der Dreck, dann sind es die Trommler, die einige als zu laut empfinden und dann wieder geht es um die Sicherheit allgemein auf dem Platz. Michael Schulz, der das Vor-Ort-Büro direkt am Platz leitet, sieht trotz einiger Bemühungen des Bezirkes wenig Verbesserung für den Hansaplatz. Weder in Sachen Sicherheit noch wenn es darum geht, den Platz sauber zu halten. „Ich spreche die Menschen jetzt immer direkt an und bitte jeden Einzelnen, seinen Müll wieder mitzunehmen“, so Schulz. Gebracht habe das bisher wenig und schuld daran seien, seiner Meinung nach, die fehlenden verlässlichen Konzepte.

Ideen für Hansaplatz gescheitert

Mit vielen neuen Ideen hat man zwar bisher versucht, den Hansaplatz aufzuwerten, erklärt Michael Schulz, viele davon seien aber bereits nach kurzer Zeit gescheitert. So ist auch der Wochenmarkt, der für einige Monate auf dem Hansaplatz ausprobiert wurde, wieder eingestellt worden und der Dauerbrenner „Öffentliche Toiletten“ werde wohl nie vom Tisch kommen. Seitdem nun aber auch noch eine Prostituierte direkt vom Hansaplatz ermordet wurde, geht die Angst im Milieu um.

Angst nach Prostituierten-Mord

Denn seit des in Kraft tretens des Kontaktverbotes, das Freiern untersagt, im Sperrgebiet rund um den Hansaplatz direkt auf der Straße Frauen anzusprechen, sei die Lage für die Prostituierten nicht besser geworden. „Ganz im Gegenteil“, meint Sina (21, Name von der Redaktion geändert), die hier seit Jahren tätig ist. „Durch das Verbot haben wir weniger Kontrollmöglichkeiten, weil die Kontakte meist nur noch über das Internet oder telefonisch zustande kommen.“ Früher habe man auf der Straße genau beobachten können, wer mit wem unterwegs war. Sina hält deshalb wenig von dem Kontaktverbot und seit dem Mord an der Prostituierten „geht hier natürlich wieder die Angst um.“ (das Wochenblatt berichtete) „Der Platz wird einfach immer so bleiben wie er ist“, meint Sina. „Sicherheit vor Verbrechen gibt es für uns nirgends, das hat eigentlich auch mit dem Platz nicht viel zu tun.“ (kg)

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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 23.08.2017 | 12:33  
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