St. Georg erhält ein neues Wandbild

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Entwurf zur Neugestaltung des Wandbildes an der Stiftstraße/Revaler Straße Grafik: Wandmalgruppe

Künstler sollen ein neues XXL-Kunstwerk in der Revaler Straße erschaffen, wo im 2015 ein großes Werk zerstört wurde

St. Georg Im Herbst des vergangenen Jahres war in St. Georg ein großes Wandbild in der Revaler Straße aufgrund von Bauarbeiten zerstört worden. „Das war eines der meist geschätzten Werke hier im Stadtteil“, bedauerte Michael Joho von der Geschichtswerkstatt damals. Jetzt gibt es konkrete Pläne für den Wiederaufbau, so Joho. Die drei beteiligten Künstler, Fritz Steingrobe, Sönke Nissen und Eckart Keller hätten bereits einen Entwurf vorgelegt, der große Teile des zerstörten Wandbildes mit einigen Änderungen wieder aufleben lassen soll.

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Noch laufen allerdings die Diskussionen zwischen Eigentümergemeinschaft und der SAGA um die Realisierung des geplanten Objektes. Der Stadtteilbeirat hat den Entwurf und die Verständigung mit den Bewohnern begrüßt und appelliert jetzt an die SAGA, die Eigentümergemeinschaft, den Bezirk Mitte und die Kulturbehörde, die nötigen Mittel von etwa 40.000 Euro zusammenzutragen. Auch der Beirat selber werde sich, laut Joho, um einen finanziellen Beitrag bemühen. Die Kritik zum Zeitpunkt der Zerstörung des Bildes: „Das Wandbild war nicht direkt auf die Fassade gemalt worden und hätte abgeschraubt werden können“. Die Platten wurden damals systematisch zerschlagen und in Containern abtransportiert, so der Vorwurf. 32 Jahre lang hatte das Kunstwerk die St. Georger an die Vielfalt ihres Viertels erinnert und Geschichten von dem Miteinander im Stadtteil erzählt. 1983 vom Künstlertrio Keller/Nissen/Steingrobe entworfen, war das Bild in den Jahren zu einem richtigen Wahrzeichen des Viertels geworden. Das neue Wandbild soll nun direkt auf die Fassade gemalt werden. (kg)

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