St. Georg: Hier bekommt jeder Arbeit

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Hamburg-St. Georg: Das neue Konzept im Tagwerk St. Georg richtet sich vor allem an Menschen, die aus anderen Rastern gefallen sind und ein niedrigschwelliges Arbeitsangebot brauchen Symbolfoto: thinkstock
Hamburg: Rostocker Straße 4 |

Das Tagwerk St. Georg nimmt Arbeit auf – Bewerber können jetzt kommen

Von Karen Grell
St. Georg
Im Bahnhofsviertel St. Georg gibt es ein neues Angebot für alle, die für ein paar Stunden am Tag oder in der Woche arbeiten möchten. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat der Passage GmbH das Projekt „Tagwerk St.Georg“ übertragen. In der Rostocker Straße 4 können jetzt Menschen, die Arbeit suchen, für 1,40 Euro die Stunde in verschiedenen Bereichen tätig werden.

Arbeit im Stadtteil

„Los geht es ab sofort“, erklärt Projektleiter Axel Fehrmann und Arbeit fällt immer da an, wo gerade ein Angebot besteht. Aktuell geht es um die Einrichtung des Büros, das Aufbauen einiger Regale und das Ordnen im Innenraum. Maximal 15 Stunden pro Woche können die Teilnehmer beim Tagwerk leisten, und das Betätigungsfeld liegt auf jedem Fall immer im Stadtteil. „Es kann sich dann um Gartenarbeit, Reinigungsarbeiten oder andere Tätigkeiten rund um das Viertel handeln“, beschreibt Fehrmann die Bereiche, in denen die Tagwerker aktiv werden können. Insgesamt werde sich der Ablauf beim Tagwerk St. Georg erst in den nächsten Wochen zeigen und einpendeln.

Niedrigschwelliges Angebot

Das Tagelohnkonzept soll dann vor allem Menschen erreichen, die aus anderen Rastern herausfallen und die ein niedrigschwelligeres Angebot brauchen, als das in den bekannten Integrationsmaßnahmen vorhandene Konzept. Die Arbeit bei den Tagwerkern soll somit zunächst nur ein erster Schritt in Arbeit sein, der Sinn liegt dann in der Gemeinschaft, der beruflichen Findung und der Neuorientierung. Axel Fehrmann hat bereits erste Kontakte im Stadtteil geknüpft, Mitarbeiter gefunden und will nun loslegen.

Lohn wird täglich ausgezahlt

Der Lohn wird dann täglich ausgezahlt und mitmachen kann jeder, der gern arbeiten möchte. Beim Tagwerk soll es allerdings auch geordnet und strukturiert zugehen. „Wir sind kein B20“, kommentiert Axel Fehrmann und nimmt damit Bezug auf das am Ende chaotische Projekt an der Parallelstraße, das mit gutem Ansatz spontan beendet werden musste. Das Tagwerk wird von der Passage Gmbh betrieben und von der Behörde zu 100 Prozent finanziert. Axel Fehrmann sieht seiner Aufgabe als Projektleiter absolut positiv entgegen: „Wir freuen uns auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den Menschen aus dem Stadtteil.“

Tagwerk St. Georg, Rostocker Straße 4, Telefon 01573/613 11 37
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