St. Georg wird plattgemacht

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Freuen sich auf die 15. Plattdeutsche Buchmesse, die am Wochenende erstmalig im Ohnsorg- Theater veranstaltet wird: Christian Seeler, der Intendant des Ohnsorg Theaters, Dr Ulrike Möller, die neue Leiterin der Buchmesse und ihr Vorgänger Wolfgang Müns (v.l.).Foto: Hanke

Niederdeutsche Buchmesse erstmals im Ohnsorg Theater

St. Georg. Plattdüütsch konzentriert sich am Heidi-Kabel-Platz: Im Ohnsorg Theater, das im Herbst 2011 nach St. Georg umgezogen war, findet in diesem Jahr erstmals, am 10. und 11. November, die Plattdeutsche Buchmesse der Carl-Toepfer-Stiftung Hamburg statt. Zum 15. Mal werden die Neuerscheinungen des Herbstes und die Programme der teilnehmenden Verlage vorgestellt. 46 Verlage aus neun Bundesländern und aus sogar aus Irland präsentieren rund 500 Titel.
Die Anzahl der Neuerscheinungen stagniert auf hohem Niveau. Es sind „unter 200“, aber sie sind „sorgfältiger, dicker“ geworden, wie Wolfgang Müns, der scheidende Organisator der Buchmesse, berichtete. Wie das Plattdeutsche Buch des Jahres 2012. Das Plattdeutsche Buch des Jahres, „Gestatten? Fritz Reuter. Das Kennlernbuch“ soll Menschen, die allenfalls von Fritz Reuter (1810-1874) gehört haben, mit diesem bedeutenden niederdeutschen Dichter vertraut machen. Daher ist auch ein großer Teil der Texte auf Hochdeutsch verfasst. Entlang eines spannenden Lebensweges stellt Autor Arnold Hückstädt, einer der besten Kenner Reuters, die niederdeutsche Ikone und ihre Werke vor.
Das Ohnsorg Theater bietet der Buchmesse neue Entfaltugsmöglichkeiten. So finden auf der kleinen Studio-Bühne im ersten Obergeschoss stündlich Lesungen von jeweils 15 Minuten statt (am 10.11. von 14 bis 19 Uhr, am 11.11. von 13.15 bis 17 Uhr), ungestört durch den Ausstellungsbetrieb, der am Sonnabend, 10. November, von 13 bis 21.30 Uhr und am Sonntag, 11. November, von 13 bis 19 Uhr in den Lounges im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss veranstaltet wird. Am Sonntag serviert Traute Römisch um 18 Uhr in einem Abschlusskonzert Chansons op Platt. Am Sonntagvormittag wird um 10 Uhr im Michel eine plattdeutsche Messe abgehalten. Christian Seeler, der Intendant des Ohnsorg Theaters, freut sich sehr auf die erste Plattdeutsche Buchmesse in seinem Hause, wertet die Verbindung von Theater und Buchschau als „sehr gute Synergie“. Er hat bemerkt, dass „die Schwellenangst“ vor dem Niederdeutschen zurückgegangen ist: „Es wird mehr und mehr selbstverständlich, Plattdeutsch zu genießen. Auch Schauspieler aus Bayern sprechen ganz hervorragend Platt.“ (ch)
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