Staut sich was zusammen?

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Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Grafik: C. Wessels
 
Vorher – nachher: So ist der heutige Zustand der Kirchenallee Foto: Verkehrsbehörde

Zweite Etappe der Bauarbeiten in der Langen Reihe beginnt

Von Frank Berno Timm
St. Georg
Ab Montag, 18. April, könnte es sich empfehlen, sich Wege zu suchen, die nicht durch die Lange Reihe führen. Dort und an der Kirchenallee wird gebaut. Vermutlich staut sich einiges zusammen. Die Busse der Hochbahn fahren auswärts den angestammten Weg, in der anderen Richtung werden sie umgeleitet.
Jetzt beginnt der zweite Bauabschnitt in Sachen Busbeschleunigung an der Langen Reihe. Wie die Verkehrsbehörde mitteilt, sind folgende Maßnamen geplant.
Kirchenallee: Es entsteht eine zusätzliche Geradeausspur in Richtung Hauptbahnhof. Fußgänger müssen nicht mehr so lange warten. Busfahrgäste kommen schneller vorwärts, weil der Weg in die Lange Reihe begradigt wird. Die Fertigstellung ist für den 6. Mai vorgesehen. Lange Reihe, Höhe Lohmühlenstraße: Die Bushaltestellen werden erneuert, verlängert und barrierefrei ausgebaut. Der Radverkehr wird stadteinwärts mit einer Spur auf die Straße verlegt. Hier wird bis Juni 2016 gearbeitet. An beiden Stellen werden die Ampeln mit Busvorrangschaltungen ausgestattet und verkehrsabhängig gesteuert. Geschäfte und Läden sollen erreichbar bleiben. Eine Informationsveranstaltung, so die Verkehrsbehörde, hat stattgefunden. Die Busse fahren laut Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum auswärts über Sechslingspforte, Lübeckertor- und Steindamm, stadteinwärts über den angestammten Linienweg. Der Verkehr während der Bauarbeiten wird so geregelt: Die Lange Reihe ist während der Bauarbeiten zwischen Schmilinskystraße und Barcastraße stadtauswärts als Einbahnstraße eingerichtet. Zwischen Baumeisterstraße und Schmilinskystraße ist die Lange Reihe laut Verkehrsbehörde weitgehend befahrbar. Der Verkehr stadteinwärts wird weiträumig umgeleitet. Fußgänger und Radfahrer werden „sicher an der Baumaßnahme vorbeigeführt“. Eine Vollsperrung wird es vom 25. bis 26. Juni von der Kreuzung Lange Reihe/Schmilinskystraße bis Barcastraße (Höhe Schweimlerstraße) geben, die Verkehrsbehörde nennt sie „unumgänglich“. Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum zufolge ist die Busbeschleunigung an der Langen Reihe bereits jetzt spürbar. „Es funktioniert“, sagt Kreienbaum, man erwarte sich das auch vom hinteren Abschnitt. Es gehe in der Langen Reihe vor allem auch darum, dass Fahrgäste sicher ein- und aussteigen könnten und ein deutlich stabilerer Betrieb erreicht werde. Ähnliches erklärt auch Richard Lemloh: Die Anwohnerresonanz sei positiv. Der Busverkehr werde schon jetzt durch Zweite-Reihe-Parker und Lieferfahrzeuge deutlich weniger beeinträchtigt. Die Bushaltestelle Gurlittstraße habe in beiden Fahrtrichtungen ein sogenanntes Kasseler Sonderbord erhalten (dadurch können die Busse ganz heranfahren und Fahrgäste nahezu stufenlos aus- und einsteigen). Außerdem sind schon Ladezonen geschaffen, „Querungshilfen“ eingebaut und Ampeln modernisiert. Lemloh zitiert Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof, der ausführt, auf bereits beschleunigten Linien seien die Effekte belegbar, wovon auch andere Linien auf gemeinsamen Abschnitten profitierten.

Info:



In der Langen Reihe wird gebaut. An der Kirchen- und der Lohmühlenstraße wird in den nächsten Wochen intensiv gebaut. Die Arbeiten gehören zur Busbeschleunigung, die bereits Effekte zeigt. Die Karte zeigt die Sperrungen: Wer kann, sollte die Strecke ab 18. April meiden.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 14.04.2016 | 16:33  
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