Steindamm wird aufpoliert

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Der Steindamm ist eine bunte Straße mit einem vielfältigem Ladenmix - aber auch mit vielen Problemen Foto: Grewe

Gegen das Schmuddel-Image: Anlieger wollen sogenannten BID gründen

Von Elke Grewe
St. Georg
Noch steht der Steindamm im Schatten der Lange Reihe, die sich längst zum Treff für Szenegänger entwickelt hat. Aber auch der Steindamm soll sein Schmuddel-Image verlieren. So will es der Verein Interessengemeinschaft Steindamm. „Allerdings wollen wir den spannenden Nationen-Mix unbedingt erhalten“, so Wolfgang Schüler, Quartiersmanager der IG Steindamm und seit 2000 ansässig im Stadtteil.

IG besteht fast 15 Jahre


Im Jahr 2000 hatten sich zirka 40 engagierte Bürger zu Interessengemeinschaft Steindamm zusammengeschlossen. Der Quartiersmanager verweist darauf, dass sich der Handel rasant entwickelt hat und die Renovierungen der einzelnen Gewerbeflächen weiter zugenommen haben. Gleichwohl sehen viele der ansässigen Gewerbetreibenden noch Probleme - Stichworte: Sauberkeit, Prostitution, Drogen.
Die „Aufrüschung“ der Straße, die bisher wohl viele für eine der schmuddeligsten in Hamburg halten, wird 2015 einen weiteren großen Schritt nach vorn tun: Ein Business Improvement District (BID) ist geplant. Dazu schließen sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende zusammen und entwickeln Maßnahmen, um positive Veränderungen im Stadtteil herbeizuführen, was von der Stadt gefördert wird. Die Mitglieder können die Kosten steuerlich geltend machen. Es gibt bereits zahlreiche BIDs in Hamburg, zum Beispiel im Nikolaiviertel. Dr. Andreas Pfadt, Sanierungsbeauftragter im Bezirk Mitte, wird gemeinsam mit Wolfgang Schüler das „aufregende Projekt“, so Schüler, betreuen.
17 Grundeigentümer, und damit ausreichend viele, haben sich inzwischen für ein BID entschieden. „Damit kann das BID noch im Januar beim Finanzamt angemeldet werden“, so Wolfgang Schüler erfreut. Wichtigste Ziele dieses neuen Projektes sind mehr Sauberkeit, Stadtteilmöbilierung (Bänke, Blumenkästen), Bekämpfung der Bettlelei, Maßnahmen zur Entspannung der Trinkerszene, aber auch Maßnahmen zur Entspannung der Prostituiertenszene. Gerade die Prostituierten werden von vielen Anwohnern als größtes Problem gesehen. Deren Eindämmung sei ein wichtiger Schritt, um die Straße attraktiver zu machen. (eg)
Weitere Infos: www.ig-steindamm.de
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 14.01.2015 | 15:39  
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