Streit über Parkdauer am Zeughausmarkt

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Der Überblick zeigt: Am Zeughausmarkt ist Platz für Autos Foto: fbt
Hamburg: Zeughausmarkt |

Die Abstellzeiten für Autos im Zentrum von Hamburg sind zu knapp. CDU fordert kostenloses Parken am Sonntag

Von Frank Berno Timm
Hamburg-Neustadt
Soll es weiter möglich sein, Veranstaltungen in der Innenstadt mit dem Auto zu besuchen? Und wie hoch dürfen die entsprechenden Kosten für das Parken sein? Nicht nur die gerade teils drastisch angehobenen Parkgebühren sorgen für Ärger, die Fristen, wie lange geparkt werden darf, beschäftigten sogar die Bezirksversammlung Mitte. Geht es nach der CDU, soll künftig auf dem Zeughausmarkt wieder kostenlos sonntags geparkt werden können. Die Partei beantragte in der Bezirksversammlung zu prüfen, warum auf dem Zeughausmarkt auch am Sonntag bezahlt werden muss „und welche Stelle dies veranlasst hat“. Die Christdemokraten wollen diese Pflicht für Sonntage wieder abgeschafft sehen. Gelinge dies nicht, müsse die Frist, wie lange das Auto abgestellt werden kann, ausgeweitet werden, „so dass es Besuchern des Gottesdienstes und anderer Veranstaltungen“ möglich sei, dies ungehindert zu tun, ohne eine Ordnungswidrigkeit zu riskieren. Das Thema wurde auch in der Fragestunde am Anfang der Sitzung behandelt, dort beschwerte sich ein Bürger sehr bitter über die Neuregelung („sehr beschämend für die Stadt“).

Veränderung kommt trotzdem

Der politische Wille der Bezirksabgeordneten war recht eindeutig. Während Michael Osterburg (Grüne) klarstellte, kostenloses Parken solle im Zentrum nicht mehr möglich sein, wandte Gunter Böttcher (CDU) ein, der Michel dürfe nicht als einzige Kirche bestraft werden. Aber auch Arik Willner (SPD) hielt es „nicht für notwendig, dort eine Änderung zu machen“, die Bezirksversammlung sei ohnehin für andere Konzepte „nicht zuständig“. Damit war der CDU-Antrag gescheitert. Aber nicht nur der Zeughausmarkt ist betroffen. Thomas Adrian vom Landesbetrieb Verkehr (LBV) sagt, auch ein Theaterschiff in der Nähe habe die Schwierigkeit, dass die Parkfristen für die Besucher nicht ausreichten. Deshalb bereitet man jetzt im LBV die Ausweitung der Höchstfrist von zwei auf drei Stunden vor – solange dürfte kaum ein Gottesdienst dauern. Notfalls könnte man ja auch auf den ÖPNV ausweichen. Die Anglikanische Kirche (St. Pauli) und der Michel (Baumwall, ein paar Schritte Fußweg) sind gut mit der U3 erreichbar, dazu gibt es diverse Buslinien, die durch das Viertel fahren.
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