Tempo 30-Zone gefordert

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Die Papenhuder Straße ist am Mittwoch Abend Thema Foto: Dittmer

Papenhuder Straße: Radler sollen auf die Fahrbahn. Infoabend am 15. Juli

Von Marco Dittmer
Hamburg. Die Papenhuder Straße und der südliche Hofweg werden in eine Tempo-30-Zone umgewandelt. Darauf deutet aktuell die Arbeit der Planungswerkstatt hin, die die Maßnahmen im Zuge der Busbeschleunigung in Uhlenhorst verhandelt.
Demnach bevorzugen alle vier Arbeitsgruppen der 30-köpfigen Bürgerbeteiligung die Einführung des Tempolimits auf 30 Km/h. Wie das Wochenblatt von einem Mitglied des Ausschusses weiter erfuhr, soll der Radverkehr von den Gehwegen auf die Straße verlegt, der Winkel der Parkplätze verändert werden, sodass die Fahrbahn breiter ist und die Bushaltestelle „Mundsburger Brücke“ auf die Straße verlegt werden.
Wann die umfangreichen Bauarbeiten dazu beginnen, ist noch nicht klar. Erst sollen am Mittwoch Anwohner und Bürger in der Ilse-Löwenstein-Schule zu den Entwürfen befragt und neue Änderungswünsche eingesammelt werden. Nach den Sommerferien will die Planungswerkstatt bei zwei weiteren Treffen das endgültige Konzept beschließen, voraussichtlich Ende September wird es vorgestellt. Senat und Behörden hatten schon im Vorfeld der Bürgerbeteiligung zugesagt, die Ideen und Entwürfe zu berücksichtigen.
Bleibt es bei den bisherigen Plänen, würde sich das Gesicht der Nord-Süd-Straße deutlich verändern. Besonders Autofahrer müssen sich auf Veränderungen einstellen. Mit Verlegung der Bushaltestelle „Mundsburger Brücke“ soll den Plänen nach eine Abbiegespur entfallen. Dafür müssten aber in dem Bereich keine Bäume gefällt oder beschnitten werden, wie es zuvor vom LSBG geplant war.

Rad- und Autofahrer künftig gleichberechtigt

Die Stadt will auf der Strecke der Metrobuslinie 6 künftig längere Gelenkbusse einsetzen. Rad- und Autofahrer sollen sich in Zukunft gleichberechtigt die Papenhuder Straße teilen. Dafür sollen die Winkel der Parkplätze flacher werden. Auf diese Weise könnten fast alle vorhandenen Stellplätze erhalten bleiben und gleichzeitig die Fahrbahn verbeitert werden. Die Verlegung der Fahrradfahrer auf die Straße schafft auch auf den Gehwegen mehr Platz. Den könnten Gastronomen und Einzelhändlern nutzen. Anwohner versprechen sich von der Maßnahme eine Belebung der Papenhuder Straße.
Die Planungswerkstatt soll laut Bezirkspolitik in Sachen Bürgerbeteiligung in Hamburg als Vorbild dienen. 15 Vertreter der Bürgerinitiativen „Runder Tisch Unsere Uhlenhorst“, „Unsere Uhlenhorst“ und des Hohenfelder Bürgervereins sitzen 15 Mitgliedern des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg gegenüber, jedes der 30 Mitglieder hat eine Stimme. Vertreter des ADAC, Polizei und des Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) unterstützen die Beratungen.

Informations-Abend, Mittwoch, 15. Juli, 19 bis 22 Uhr, Humboldtstraße 89
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