Um die Kindheit betrogen

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Initiator und Gastgeber bei bundesweiter COA-Aktionswoche: SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. (Foto: SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.)
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. Gastgeber von Informationsveranstaltungen zum Thema Alkoholismus

Hamburg (mk) Noch bis zum 20 Februar rückt die Children of Alcoholics COA-Aktionswoche Alkoholikerfamilien und deren Kinder in die öffentliche Wahrnehmung. Der SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. lädt in diesem Rahmen zu zwei Live-Veranstaltungen ein. Unter dem Motto „Hilfe, meine Eltern trinken...“ diskutieren Fachleute und interessierte Gäste anhand des Films „Zoey“ über die Lebenswelt alkoholbelasteter Familien am Dienstag, 16. Februar von 16:00 bis 18:00 Uhr. Zwei Tage später, am Donnerstag, 18. Februar von 18:00 bis 19:30 Uhr informiert der Verein unter dem Titel „Um die Kindheit betrogen“ über den Zusammenhang zwischen eigenen psychischen und physischen Problemen und dem Aufwachsen in einer suchtkranken Familie. Beide Treffen finden im Stammhaus des Vereins in Hamburg St. Georg, Koppel 55 statt.


„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ - so lautet das Motto der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien. Die COA-Aktionswoche lenkt jedes Jahr in der Woche um den Valentinstag die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblemen ihrer Eltern leiden. Initiatoren sind die drei Vereine National Association for Children of Alcoholics NACOA Deutschland (Berlin), SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. (Hamburg) und Kunst gegen Sucht (Düsseldorf). Alle, denen das Thema „Kinder aus Suchtfamilien“ am Herzen liegt, sind zum Mitgestalten und Mitmachen eingeladen. Auf diese Weise entstand ein umfangreiches, bundesweites Veranstaltungs- und Aktionsprogramm für Fachleute und Interessierte: www.coa-aktionswoche.de/veranstaltungen.html.

Der SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. bietet Hilfen für Kinder aus alkoholbelasteten Familien. Diesen Kindern einfach zur Seite zu stehen bedeutet oft, den Suchtkreislauf zu durchbrechen. Da der größte Risikofaktor für eine spätere Sucht darin besteht, Kind eines suchtkranken Elternteils zu sein, kann dem Nachwuchs so der Einstieg in die Abwärtsspirale erspart werden. Der Verein erlebt es täglich, dass die familiäre Suchterkrankung als Familiengeheimnis unter allen Umständen von den Kindern geheim gehalten werden soll. Wenn Kinder ihre Situation als unerträglich erleben, werden sie von ihren Eltern oft durch Drohungen daran gehindert, sich Hilfe zu suchen. Der erste Kontakt mit dem SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. kommt daher in der Regel vertraulich über die Notrufnummer zustande.

Der Verein betreibt Information in der Öffentlichkeit, in Institutionen, Verbänden und Firmen, Beratung von Eltern, Sorgeberechtigten, Kindern und Jugendlichen, Angehörigen, Bezugspersonen, sowie allen Berufsgruppen und Menschen, die an Suchtprävention und Suchttherapie interessiert sind. Er sorgt für die Behandlung von Suchtkranken und von der Suchtkrankheit bedrohten Menschen, sowie deren Familien und Angehörige, insbesondere ihrer Kinder. Er ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) und bietet als freier Jugendhilfeträger Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII an.

www.suchtundwendepunkt.de
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.
Koppel 55
20099 Hamburg
WortBild.Kaminski
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