Und die Seele geht auf Grundeis – Psychische Traumatisierung als Folge elterlichen Suchtverhaltens

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Vertrauliche Hilfe für betroffene Kinder SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. (Foto: Bild: SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.)
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. feiert 15. Geburtstag

Hamburg (mk) „Meine Mutter will ja gar nicht betrunken werden, das hat sie mir immer gesagt, aber die an deren im Lokal überreden sie immer und füllen einfach Schnaps in ihr Glas. Darum gehe ich jetzt immer mit und drehe ihr Glas um. Aber in der Schule bin ich immer müde, und der Lehrer meckert.“ Bastian (14 Jahre) fand Halt unter der Notrufnummer 0800 - 280 280 1. Am 09. September gewährt der SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. Fachleuten, Eltern und Kindern einen Blick hinter die Kulissen dieses Hilfsangebotes.

Von 09:30 –13:30 Uhr lässt sich das Team über die Schultern schauen, informiert über seine Arbeit, gibt Tipps oder konkrete Problemlösungen und diskutiert mit Dr. med. Andreas Krüger öffentlich über die Folgen elterlichen Suchtverhaltens auf Kinder und Jugendliche. Psychische Traumatisierung als Folge elterlichen Suchtverhaltens ist hierbei das Kernthema. Der Verein hat gerade seine neuen Räume bezogen und wird sein Jubiläum mit Fachkollegen, Freunden, Wegbegleitern und Unterstützern gebührend feiern. Auch wenn Anonymität bei der Kontaktaufnahme und der konkreten Hilfestellung eine entscheidende Rolle spielt, haben die handelnden Personen Gesichter und Charakter – sie werden sich im Rahmen der Veranstaltung als ernstzunehmende und vertrauenswürdige Ansprechpartner präsentieren.

Der SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. betreibt Suchtberatung und Hilfe für Kinder von Alkoholkranken. Diesen Kindern einfach zur Seite zu stehen bedeutet oft, den Suchtkreislauf zu durchbrechen. Da der größte Risikofaktor für eine spätere Sucht darin besteht, Kind eines suchtkranken Elternteils zu sein, kann dem Nachwuchs so der Einstieg in die Abwärtsspirale erspart werden. Der Verein erlebt es täglich, dass die familiäre Suchterkrankung als Familiengeheimnis unter allen Umständen von den Kindern geheim gehalten werden soll. Wenn Kinder ihre Situation als unerträglich erleben, werden sie von ihren Eltern oft durch Drohungen daran gehindert, sich Hilfe zu suchen. Der erste Kontakt mit dem SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. kommt daher in der Regel vertraulich über die Notrufnummer zustande.

Der Verein betreibt Information in der Öffentlichkeit, in Institutionen, Verbänden und Firmen, Beratung von Eltern, Sorgeberechtigten, Kindern und Jugendlichen, Angehörigen, Bezugspersonen, sowie allen Berufsgruppen und Menschen, die an Suchtprävention und Suchttherapie interessiert sind. Er sorgt für die Behandlung von Suchtkranken und von der Suchtkrankheit bedrohten Menschen, sowie deren Familien und Angehörige, insbesondere ihrer Kinder. Er ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) und bietet als freier Jugendhilfeträger Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII an.

www.suchtundwendepunkt.de
SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V.
Koppel 55
20099 Hamburg
WortBild Kaminski
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