Ungeliebte Drecksecken

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Trotz der zusätzlichen Papiercontainer liegt jede Menge Pappe neben den Behältern. Die Kapazitäten reichen immer noch nicht aus. Hansaplatz-Anwohnerin Kerstin Schnoor sieht das auch so Foto: Grell

Im Stadtteil fällt immer häufiger Unrat an den Straßen auf

St. Georg. Wer jetzt nach dem Winter durch St. Georg geht, der muss viele verdreckte Ecken entdecken. Achtlos weggeworfenes Papier in Massen, Einkaufswagen, die als Mülleimer benutzt und irgendwo abgestellt wurden, und jede Menge überfüllte Container, sind an der Tagesordnung. „Wir haben nun schon zusätzliche Container für Altpapier“, freut sich Kerstin Schnoor, die direkt am Hansaplatz lebt und die neuen Altpapier-Container begrüßt, „vermüllt bleibt es dennoch.“ Trotz neuer Entsorgungsmöglichkeiten liegen alte Kartons direkt neben den zusätzlichen Abfallbehältern. Die Kapazitäten reichen ganz offensichtlich nicht aus und auch das Bewusstsein für einen sauberen Stadtteil ist hier nicht allgemein anerkannt, ärgert es die Anwohner im Viertel. „Hier wird Vieles einfach auf die Straße geworfen“, bedauert eine weitere Nachbarin, die schon selber Müll im Viertel gesammelt hat. Sie geht von der Theorie aus, dass schneller etwas dort hingeworfen wird, wo soundso schon Abfall liegt. So gibt es regelrechte Dreckecken in St. Georg, wie einen Elektrokasten, der täglich mit Müll aufgefüllt wird und einen Zaun des Sportplatzes, in dessen Drahtgeflecht kunstvoll Hüllen von Schokoriegeln und Müslischnitten dekoriert werden. „Das Tabu, einfach etwas wegzuschmeißen ist schneller gebrochen wenn schon Müll daliegt und man nicht der erste ist“, meinen auch die beiden Jugendlichen Andreea und Derik, die vorschlagen einen Müllsammeltag für St. Georg zu veranstalten. „Meistens sind es nicht die Leute, die hier direkt wohnen“ - davon sind sie überzeugt, doch durch den Dreck spazieren dann vor allem die St. Georger selber. „Einfach den Müll wieder mit nach Haus nehmen“, ist der Vorschlag der Bewohner, die ihr Viertel gern sauber haben möchten. (kg)
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