Unterkunft in der Schule?

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Die alte Schule in der Averhoffstraße: Zeitweise wurde sie von Studenten der HafenCity-Universität (HCU) genutzt Foto: bw/wb

Averhoffstraße: Behörden prüfen Standort. Flüchtlinge aus Zug geholt

Uhlenhorst Das Thema Flüchtlinge beschäftigt Hamburg Tag für Tag. Wie kann geholfen werden? Wie lassen sich die Menschen in Arbeit integrieren? Und wo gibt es neue Unterkünfte? Auch auf der Uhlenhorst wurde eine potenzielle neue Einrichtung geprüft.
Der Backsteinbau der alten Schule in der Averhoffstraße 38 könnte Platz für Menschen in Not bieten. Bisher nutzt unter anderem das St. Pauli-Theater die Aula als Probebühne. Jetzt haben Behördenvertreter geprüft, ob das Gebäude als Unterkunft geeignet ist. Das sagte St. Pauli-Theater-Chef Ulrich Waller bei der Eröffnungsgala zur Spielzeit 2015/2016. In der Sozialbehörde verweist man darauf, dass zahlreiche Standorte ins Auge gefasst werden. Susanne Schwendtke von „Förderung und Wohnen“ ergänzt: „Eine Prüfung bedeutet nicht, dass eine Nutzung machbar ist. Viele Orte kommen aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage.“ Bis Redaktionsschluss gab es keine finale Klärung. Der aktuelle Stand lässt sich im Internet auf www.hamburg.de/sofortmassnahmen und www.hamburg.de/fluechtlinge ablesen. Dort gibt es auch Hinweise, wo und wie Hamburger helfen und spenden können.
Zur besseren Integration von Flüchtlingen durch Arbeit wurde jetzt „W.I.R“ – work and integration for refugees“ gestartet. Nach dem Vorbild der Jugendberufsagentur sollen Lebenslage und Fähigkeiten der Jobsuchenden erfasst und analysiert werden. Danach sollen individuelle Lösungen von der Sprachförderung bis zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen entwickelt werden. Das Projekt startet mit einem Kundenbüro nächste Woche am Millerntorplatz 1. Die CDU-Opposition begrüßte das Projekt, kritisierte die geringe Finanzierung mit 1,5 Millionen Euro.
Weil in Lübeck am Dienstag ein Zug mit Flüchtlingen ohne Visa für Dänemark „festhing“, konnte in Hamburg der Euro-City 33 den Hauptbahnhof nicht Richtung Kopenhagen verlassen. Etwa 300 Flüchtlinge mussten aussteigen. Wer wollte, konnte sich in die Zentrale Erstaufnahme bringen lassen. Viele Asylsuchende wollen nach Schweden, stoßen aber in Dänemark auf Widerstand. (sta)
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